Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle
Iron Man trifft sprechende Tiere

Stefan Klug / 20.06.2020, 16:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die junge Königin fällt ins Koma und nur ein spezielles Mittel kann sie retten. Das Wohl des Empires liegt damit in den Händen von Dr. Dolittle. Denn nur der kennt den Weg zur Heilung.

Doch auf Hilfe für Menschen hat der Dr. so gar keine Lust. Nach dem Tod seiner Frau verbringt er den lieben langen Tag damit, hinter verschlossenen Türen mit seinen tierischen Freunden abzuhängen. Und so sieht es zuerst danach aus, als würde der Mann, der eine ganze Nation vor bösem Unheil bewahren könnte, ein Eichhörnchen behandeln, bevor er sich ums Wohl der Regentin sorgt. Dann aber gelingt es, das Interesse Dolittles zu wecken. Und so begibt der sich endlich auf die gefahrenvolle Reise zu einem unbekannten Eiland. Mit ihm natürlich die Bewohner seines Hauses, allesamt tierische Charaktere.

Nein, Eddi Murphy machtRobert Downey Jr. keine Konkurrenz. Dessen Dolittle war in den späten 90-ern zu abgedreht. Das passt nicht zum Iron-Man-Darsteller, der sich lieber lässig und ein wenig über den Dingen stehend gibt. Und die neue Geschichte ist auch kein Remake des Klassikers, der seine Wurzeln in einer Geschichte von vor über 100 Jahren hat. Sie ist mehr eine Fortführung derselben, was gewisse inhaltliche Freiheiten gibt.

Die nutzt Stephen Gaghan reichlich. Ähnlich der schrägen Performance von Downey Jr. haben auch seine CGI-animierten Kollegen alle eine kleine Macke. Etwa der Eisbar, dem es am Pol zu kalt ist. Das sorgt natürlich für den einen oder anderen Gag, wenngleich auch die menschlichen Mitstreiter für gute Unterhaltung zuständig sind. Dennoch gibt die Story nicht wirklich viel und nicht wirklich neues her. Es werden die bekannten Prinzipien von Freundschaft, Loyalität und menschlichen Idealen beschworen. Inhaltlich schwächelt der Film deutlich. Um so mehr protzt er in Sachen Bild. Jede Szene mit Tier ist animiert, also alle, und die An- und Aussichten sind phantastisch. Kunterbunt, mitunter reichlich Action und so mancher A-h-Effekt on top. Hier gibt’s nichts zu meckern. Davon beeindruckt wird allerdings vor allem nur ein jüngeres Publikum sein. Für die Alten hingegen ist vielleicht die Starpower interessant, denn neben Downey Jr. sind auch Antonio Banderas und Michael Sheen, Rami Malek sowie Emma Thompson zu sehen.

Genre: Action; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 101 Minuten; Verleih: Universal; Stephen Gaghan; Robert Downey Jr., Antonio Banderas, Michael Sheen; USA 2020

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG