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Sonic The Hedgehog
Hollywood besser als das Videogame

Sonic The Hedgehog
Sonic The Hedgehog © Foto: Paramount
Stefan Klug / 05.07.2020, 16:00 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ständig auf der Flucht vor Feinden landet der blaue Igel Sonic in einer amerikanischen Kleinstadt. Hier wird er Mitglied der Familie des örtlichen Police-Officers. Doch der weiß natürlich nichts davon.

Denn Sonic lebt im verborgenen und ist so schnell, dass er gar gegen sich selbst Tischtennis spielen kann. Doch irgendwann läuft er doch Tom, dem Hausherrn, über den Weg, was den Beginn einer echten, aber auch stürmischen Freundschaft bedeutet. Denn mit Dr. Robotnik ist jemand hinter dem Igel her, der genau weiß, dass man mit dessen Energie alles erreichen kann. Sogar die Weltherrschaft.

Sonic the Hedgehog war der erste Videospiel-Blockbuster und prägte dank der SEGA-Konsolen eine ganze Gamer-Generation. Trotz dieses Erfolges ist es geradezu ein Wunder, dass sich 30 Jahre lang niemand darangemacht hat, eine entsprechende Realfilm-Umsetzung in Angriff zu nehmen. Die Drehbuchautoren Pat Casey und Josh Miller hatten dabei freie Hand, denn die Hatz nach goldenen Ringen konnte ja nicht wirklich Gegenstand der Filmhandlung sein. Und so finden sich lediglich Sonic, Robotnik und die irrwitzige Geschwindigkeit aus der Vorlage wieder. Alles andere ist neu und passt zu heutigen Sehgewohnheiten und Erwartungen. So ist trotz des für eine Gamefigur biblischen Alters ein moderner Action- und Familienfilm daraus geworden.

Auch wenn die Geschichte eher simpel gestrickt ist und die üblichen Tugenden von Familie, Zusammenhalt und Gut gegen Böse hochhält, so gefällt sie vor allem wegen der vielen lustigen Zwischentöne und Ideen, die vor Abwechslung sprühen. Damit konnte das Videospiel einst nur bedingt dienen. Das Zusammenspiel zwischen CGI-Figur und Mensch klappt hervorragend und wurde technisch brillant umgesetzt. Jim Carrey als Robotnik gibt den perfekten Gegenpart und zeigt einmal mehr, dass der Schauspieler den Comedian, vor allem den eher bösen, perfekt beherrscht. Als 4-K-Variante darf man sich zudem über eine wirklich ausgewogenes und plastisches Bild mit hohen Kontrast und Farbwerten freuen. Und selbst beim höchsten Tempo geht die Performance nicht in die Knie oder macht sich ein Eindruck von "Trick" breit. So ist die erste Sonic-Verfilmung dem Original in Sachen Inhalt und technischer Umsetzung um Längen voraus. Und der Cliffhanger deutet am Ende schon an, dass wir Sonic wiedersehen werden.

Genre: Unterhaltung; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 99 Minuten; Verleih: Paramount; Regie:Jeff Fowler;Ben Schwartz, James Marsden, Jim Carrey; USA 2020

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