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Nachlese 5 in der Rathaus-Galerie Hoppegarten eröffnet

Eine Ausstellung nur für Künstlerinnen

Margrit Meier / 30.11.2017, 06:20 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Kunstfrauen und Frauenkunst - unter diesem Titel steht die Nachlese 5. Zu sehen sind seit Dienstagabend in der Rathaus-Galerie Hoppegarten Bilder und Skulpturen von Künstlerinnen aus Brandenburg.

"Als wir im Sommer die rund 70 Werke das erste Mal grob gesichtet haben, fiel uns auf, dass es viele Frauen sind, die sich da für den Brandenburgischen Kunstpreis beworben haben", erzählt Gabriele Stolze. Frauen, so setzt sie fort, seien nach ihrem Empfinden im Kunstbetrieb immer noch zu wenig beachtet. Das ist der Grund, warum die Zwei-Personen-Jury Gabriele und Raymund Stolze schon rasch beschloss, die Fünftauflage der Nachlese den Künstlerinnen zu widmen.

Die Nachlese ist die Schau einer Auswahl von Werken, die es nicht bis zur großen Ausstellung zum Brandenburgischen Kunstpreis, den die Märkische Oderzeitung gemeinsam mit zahlreichen Partnern alljährlich auslobt, nach Neuhardenberg ins Schloss geschafft haben. Zu Unrecht, wie nicht nur Stolzes finden, sondern auch viele, die die Vorgänger-Nachlesen in Hoppegarten sahen. Auch diesmal waren Gäste, darunter MOZ-Chefredakteur Frank Mangelsdorf, durchaus fasziniert von dem, was Frau so kann.

Dass die Stolzes mit ihrem Kunstgeschmack nicht ganz falsch liegen, zeigt zum Beispiel Rolf Hentrich. Der war bei der ersten Nachlese vor vier Jahren dabei. Ein Jahr darauf erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis für Grafik.

Und vielleicht trifft es  ja auch im kommenden Jahr eine der Künstlerinnen, die nun die Einladung nach Hoppegarten angenommen haben. "Ich freue mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme, meine Bilder hier zu zeigen, aber auch mit anderen Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen", sagte Sabine Lenk, die sich mit dem Bilder-Ensemble Wassertanz, Gewitter und Feuertanz beteiligt. Sie arbeitet bevorzugt mit Acryl und Rakel, einem Kratzeisen, mit dem sie den Pinsel ersetzt.

Berührend ist das Bild "Wachsein III" von Kristine Narvide, das wunderbar in sich ruht und irgendwie an die alten Meister erinnert. Man spürt fast die Hitze auf dem Bild "Wüstenrand" von Sibylle Prange und wie sich das Wasser an den nackten Füßen in "Barfuss II" von Simone Westphal anfühlt.

Es ist nicht nur das größte Bild, das in der Ausstellung gezeigt wird, sondern auch eines, bei dem man dem Betrachter dringend rät, näher zu treten - "Swimmingpool" heißt es und wurde geschaffen von Sue Hayward. Diese Künstlerin hat auf faszinierende Weise verschiedene Materialien komponiert.

"Was ich so toll finde bei einigen Bildern, ist, dass sie so lebendig wirken. Etwa die Krähen auf  dem Bild von Maren Reblin, die sich um eine Puppe zanken", lobte Besucherin Brigitte Lustig. Bewunderer fanden sich aber auch für die Skulpturen "Aufbäumende" von Ute Manoloudakis oder das "Elefantenpaar" von Anne Schulz.

Bis zum 15. Februar ist die Nachlese 5 in der Rathaus-Galerie zu sehen. Wie immer ist es eine Verkaufsausstellung. Die Preisliste liegt aus.

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