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Das Kloster Chorin lädt zur Ausstellung von Hannelore Teutsch ein

Winterreise in die Malerei

Die Künstlerin und ihre Arbeit: Hannelore Teutsch präsentiert ihr Gemälde "Winterreise", das namensgebend im Mittelpunkt der Ausstellung steht.
Die Künstlerin und ihre Arbeit: Hannelore Teutsch präsentiert ihr Gemälde "Winterreise", das namensgebend im Mittelpunkt der Ausstellung steht. © Foto: Christina Sleziona
Christina Sleziona / 05.12.2017, 06:30 Uhr
Chorin (MOZ) Während die Tage kürzer, aber dafür immer kälter werden und so manch einer sich nur danach sehnt, zuhause im gemütlich Warmen zu bleiben, lockt die Künstlerin Hannelore Teutsch seit vergangenem Wochenende mit ihrer neuen Vernissage "Winterreise" in die Klostergemäuer Chorins.

Mit fast 30 Gemälden aus etwa zehn Jahren Malerei eröffnete Hannelore Teutsch pünktlich zum ersten Advent ihre Ausstellung im historischen Infirmarium. Begleitet und unterstützt wurde die Malerin von der Flötistin Ute Metzkes, die der winterlichen Reise in den Gemälden einen eigenen Klang gab, und dem langjährigen Bekannten Matthias Flügge, der als Kunsthistoriker gern den künstlerischen Gehalt ihrer Arbeiten für das zahlreich erschienene Publikum aufbrach, die visuellen Geschehnisse auf den Leinwänden in Worte kleidete.

Hannelore Teutsch wurde 1942 in Berlin geboren. Den ersten Kontakt zur Kunst erlangte sie bereits im Elternhaus, bevor sie 1965 ihr Studium in Gebrauchsgrafik erfolgreich abschloss. Zunächst arbeitete sie als Typografin und Zeichnerin in unterschiedlichen Berliner Verlagen. In dieser Zeit entstanden bereits ihre ersten, kleinformatigen Bilder. Heute geht sie ihrer Tätigkeit als Malerin freiberuflich nach und gewann im Jahr 2008 den Brandenburgischen Kunstpreis für Malerei. Ihre Werke werden mittlerweile in Sammlungen verwahrt, beispielsweise im Berliner Museum für Kommunikation oder in der Deutschen Staatsbibliothek, und genießen auch im Städtischen Museum in Eisenhüttenstadt hohes Ansehen.

Die Landschaftsgemälde, Stillleben und Porträts von Hannelore Teutsch erkunden eine geheimnisvolle Welt, die sich mit Stille umgibt und obgleich in der Realität verankert, doch dem Surrealismus verfallen ist. Für Matthias Flügge sind es vor allem Gemälde, die nur scheinbar Alltägliches zeigen und in denen sich Erstaunliches, manchmal auch sehr Fremdartiges findet. "Es sind Bilder, die kunstgeschichtliche Sedimente ebenso selbstverständlich in sich einsaugen wie beobachtetes Natürliches, ebenso wie Künstliches, Ornamentales, ebenso wie konstruktiv Gebautes, Metaphorisches, wie Phänomenales, aber kaum Symbolisches. Ja, man könnte fast sagen, Bilder einen reinen Seele.", betont Matthias Flügge in seiner Rede. Dennoch liegt es ganz am Betrachter, der Sprache der Bilder Teutschs eine Bedeutung zu verleihen und sich auf das Spiel zwischen Bild und Wirklichkeit einzulassen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Februar 2018 täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet (außer am 24. und 31. Dezember). Eintritt: 6,00 Euro/ermäßigt 3,50 Euro.

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