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Gruppe machart im Hönower Bürgerverein hat wieder einen bunten Reigen von Veranstaltungen organisiert

Kulturangebot
Lebensläufe in allen Facetten

Was vom Leben bleibt: David Ensikat, Tagesspiegel-Redakteur, ist am 22. Februar zu Gast bei Einfach lesen!
Was vom Leben bleibt: David Ensikat, Tagesspiegel-Redakteur, ist am 22. Februar zu Gast bei Einfach lesen! © Foto: promo
Margrit Meier / 06.02.2018, 06:30 Uhr
Hoppegarten/Neuenhagen (MOZ) Auch in diesem Jahr bringt sich die Gruppe machart im Hönower Bürgerverein - insbesondere Gabriele und Raymund Stolze - wieder immens in das kulturelle Leben der Gemeinde ein.

Lesungen, Filmvorführungen, Diskussionsrunden und vor allem Ausstellungen - all das haben die Stolzes in Zusammenarbeit mit dem Team der Gemeindebibliothek Hoppegarten wieder akribisch vorbereitet. Auch 2018 können sich die Hoppegartener und auch Neuenhagener auf so manch kulturelles Bonbon freuen.

Los geht es schon diesen Donnerstag. Da wird 18 Uhr in der Arche Neuenhagen, Carl-Schmäcke-Straße 33, die 71. Treppenhausgalerie eröffnet. Gabriele Stolze zeigt dann unter dem Titel "Mein schönes Brandenburg" ihre Acrylbilder mit sehr farbintensiver Gestaltung, aber auch Kohle- und Pinselzeichnungen sowie Pastellarbeiten. Jedermann ist eingeladen, auf diese Weise das Land zu entdecken.

Was haben die Thälmannstraße in Hönow und die Ernst-Thälmann-Straße 36 in Neuenhagen miteinander zu tun? Ganz einfach. In Hönow befindet sich das Schaufenster, in dem immer ab ersten Mittwoch im Monat eine neue Kunst am Straßenrand zu sehen ist. Vier Wochen hängt das Kunstwerk. Und wandert dann nach Neuenhagen ins Brillenstudio Kettler in der Ernst-Thälmann-Straße 36. Dieses Brillenstudio ist einer der Hauptsponsoren für die Kunstwerk-Ausstellungen.

Eine ganz besondere Ausstellung wird am 20. Februar in der Rathaus-Galerie Hoppegarten gezeigt. Unter dem Titel "Verschollen und gerettet" zeigt der Syrer Mahmoud Shekani Porträts, Landschaften und Stillleben. Bilder, die in den vergangenen Monaten in Deutschland entstanden sind. Es sind Nachbildungen der Werke, die dem Krieg zum Opfer fielen. Der Künstler lehrte in Homs an der Hochschule, bevor er nach Deutschland flüchtete.

CDU-Gemeindevertreter Thomas Scherler ist es gelungen, eine Wanderausstellung der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur nach Hoppegarten zu holen. Gezeigt werden im Mai Bilder von Harald Hauswald und Texte von Stefan Wolle unter dem Titel "Voll der Osten. Leben in der DDR."

Fußball ist unser Leben - der MOZ-Sportredakteur Edgar Nemschok zeigt unter diesem Motto ab 5. Juni einen Teil seiner grandiosen Sportfotografien, während in Russland der Fußball-Weltmeister gesucht wird. Es folgen ab 24. Juli Glücksmomente - eine Ausstellung mit Cartoons von Gerhard Glück, der den Eulenspiegel-Lesern bestens bekannt sein dürfte. Zwischen Abendlicht und Utopia will die Berlinerin Christin Lutze ab 25. September ihr Publikum verzaubern. Am 27. November wird die Nachlese VI gezeigt. Dabei handelt es sich um Werke, die für den Brandenburgischen Kunstpreis eingereicht wurden, es aber nicht bis nach Neuhardenberg geschafft haben - obwohl sie es verdient hätten.

Die Reihen Einfach lesen! und Einfach sehen! werden in diesem Jahr um Einfach hören! ergänzt. Alle drei stehen unter dem Titel Lebensläufe. Raymund Stolze hat nicht lockergelassen, bis er David Ensikat nach Hoppegarten gelockt bekam. Am 22. Februar, 20 Uhr, ist er zu Gast und liest aus dem Buch "Was bleibt - Geschichten vom Leben". Es sind Nachrufe, die von Autoren des Tagesspiegel verfasst wurden. Und Menschen würdigen, die nicht im Rampenlicht standen, es aber durchaus verdient hätten.

Der Journalist Hans-Dieter Schütt stellt sein Erinnerungsbuch an den großartigen Rockpoeten Gerhard Gundermann - "Tankstelle für Verlierer" - am 20. April vor. Gundermann starb vor 20 Jahren völlig überraschend an einem Hirnschlag.

Innerhalb der Reihe Einfach sehen! wird am 25. Mai: "Berlin Ecke Bundesplatz" 1986-2012 - eine Langzeitdokumenation von Hans-Georg Ullrich und Detlef Gumm zu sehen sein. Gezeigt wird der Film "Leben und Sterben im Kiez - Die Bäckerfamilie Dahms". Eine weitere Langzeitdokumentation wird dann, so Raymund Stolze, im Herbst zu sehen sein. Dann werden die Regisseure von "Die Kinder von Golzow" erwartet.

Die Premiere für die neue Reihe "Einfach hören!" wird es am 1. Juni geben. Partner ist dafür die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin. Das erste Klavierkonzert bestreitet die Südkoreanerin Seoyoung Jang, die international zahlreiche Preise bei Wettbewerben gewonnen hat. Sie wird Werke der Romantik auf dem Blüthner-Konzertflügel spielen. Die Südkoreanerin ist Meisterschülerin bei Prof. Brigitta Wollenweber.

Bereits jetzt sind die Stolzes dabei, das Programm für das zweite Halbjahr festzuzurren. Und auch da gibt es interessante Ideen und Lebensläufe, die es wert sind, betrachtet zu werden. Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All, ist so ein gefragter Gesprächspartner. Denn sein Ausflug jährt sich dieses Jahr zum 40. Mal. Man darf gespannt sein, ob es gelingt, sich jetzt aber erst einmal freuen auf die vielen Höhepunkte im ersten Halbjahr 2018.

Platzreservierungen per E-Mail unter raymund.stolze@t-online.de möglich.

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