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Kunstpreis Verleihung
Alte Bekannte und viel Neues

Stephanie Lubasch / 01.07.2018, 11:27 Uhr - Aktualisiert 01.07.2018, 11:33
Frankfurt (Oder) (MOZ) Alte Bekannte. Das kann man mittlerweile von vielen Künstlerinnen und Künstlern sagen, die an der Ausschreibung zum Brandenburgischen Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg teilnehmen. Die Frankfurterin Sabine Barber gehört dazu. Und hat es mit ihren textilen Collagen immer wieder in die Ausstellung geschafft, in der neben den Preisträgerarbeiten traditionell auch eine Auswahl aller eingereichten Werke gezeigt wird. In diesem, dem 15. Jahr des Bestehens des Kunstpreises wird nun ihr „Blaues Wunder“ in den Ausstellungssaal einziehen. Ein facetten- und detailreiches Fest fürs Auge auf blauem Grund.

Sein Titel könnte gern auch über dem Unternehmen „Kunstpreis“ stehen: Mit insgesamt 338, zunächst digital eingereichten Arbeiten hat er in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung verzeichnen können. Zum ersten Mal war die Ehrung auch in der Kategorie Fotografie ausgeschrieben worden, was die Ausstellung in Neuhardenberg noch einmal um eine weitere Farbe bereichern wird. Gut möglich also, dass das Publikum dort in diesem Jahr sein „Blaues Wunder“ erlebt!

Denn neben den „alten Bekannten“ sind gerade auf diesem Weg viele neue, spannende Künstlerinnen und Künstler zu entdecken. Der in Dagow/Stechlin lebende Fotograf Jürgen Graetz zum Beispiel, der in einer Schwarz-Weiß-Serie seine Nachbarn porträtiert hat. Männer und Frauen im gesetzten Alter posieren dort am Gartentor, stapeln Holz oder reparieren alte Fernseher.

In den Kategorien Grafik und Malerei wiederum lässt zum Beispiel der Grafiker Bodo Rott, der in Berlin und Cottbus lebt und arbeitet, aufhorchen. Vor Kurzem erst war er mit einer Ausstellung im Frankfurter Packhof zu Gast; nun zeigt er seine farbintensive Monotypie „Echolot“ in Neuhardenberg. Die Schildower Malerin Kirstin Rabe indessen beeindruckt mit zwei Spiralen aus handgeschöpftem Papier aus ihrem Zyklus „Waldgeschichten“.

Eine Vorjury hatte aus den eingereichten Werken knapp 70 ausgewählt, über die dann die Hauptjury im Original zu befinden hatte. Zu ihren Mitgliedern zählten unter anderen die Generalbevollmächtigte der Stiftung Schloss Neuhardenberg, Heike Kramer, die Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, Ulrike Kremeier, die Grafikerin Sophie Natuschke sowie der Kulturjournalist Peter Liebers.

Am Sonntag nun werden die Preisträger geehrt: die Malerin Carola Czempik aus Glienicke/Nordbahn (Oberhavel), der in Woltersdorf (Oder-Spree) lebenden Zeichner Frank Diersch, die häufig im Brandenburgischen arbeitende Berliner Bildhauerin Dorit Trebeljahr sowie der Potsdamer Fotograf Göran Gnaudschun.

Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten für ein Lebenswerk geht in diesem Jahr an den Bühnenbildner Wolfgang Utzt aus Sydowswiese (Märkisch-Oderland); über den Nachwuchsförderpreis des Kulturministeriums darf sich Conrad Panzner aus Oehna (Teltow-Fleming) freuen.

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung am 1. Juli, 12 Uhr, dann bis 2.9., Di–So 10–18 Uhr, Schloss Neuhardenberg

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