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15. Brandenburgischer Kunstpreis
Ehrenpreis durch Ministerpräsident Woidke verliehen

15. Kunstpreisverleihung der Märkischen Oderzeitung und Stiftung Schloss Neuhardenberg
15. Kunstpreisverleihung der Märkischen Oderzeitung und Stiftung Schloss Neuhardenberg © Foto: MOZ
Stephanie Lubasch / 01.07.2018, 14:50 Uhr - Aktualisiert 02.07.2018, 10:01
Neuhardenberg (MOZ) Mehr als 3000 Künstlerinnen und Künstler haben sich in den vergangenen 15 Jahren an der Ausschreibung zum Brandenburgischen Kunstpreis beteiligt. Eine Erfolgsgeschichte. Auch daran wurde bei der diesjährigen Verleihung am Sonntag in Neuhardenberg erinnert.

Ein „Familientreffen“: So sieht offenbar nicht nur Jury-Vorsitzender Frank Mangelsdorf, der die Initiative einst auf den Weg brachte, die alljährliche Preisverleihung im Schloss Neuhardenberg. „Wieder mal aus der Einsamkeit des Ateliers heraus zu kommen, Kollegen und Freunde zu treffen“ – das schätze man einfach am Brandenburgischen Kunstpreis, lobte auch der im Seelower Ortsteil Werbig lebende Maler und Bildhauer Helge Leiberg, der 2013 selbst zu den Preisträgern gehörte. Neben Preisgeld und öffentlicher Aufmerksamkeit sieht er die Auszeichnung vor allem als Ermutigung, „den Einzelkämpferkampf weiter zu führen, seinen Weg als Künstler weiter zu gehen, nicht nachzulassen“. So etwas sei nicht selbstverständlich – und für „Brandenburgs Künstler ein Glücksfall“.

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Kunstpreis - Verleihung in Neuhardenberg 2018

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Viele von ihnen hatte es am Sonntagvormittag wieder nach Neuhardenberg gezogen. Wie gewohnt reichten die Stühle im Großen Saal des Schlosses nicht aus, sodass einige die knapp zweistündige, von Søren Gundermann am Klavier aufs Beste musikalisch begleitete Preisverleihung im Stehen absolvieren mussten. Es sei eben „ein tolles Jubiläum“, wie Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woid­ke (SPD) schwärmte und den Preis als etwas lobte, „das uns geholfen hat, die Kunst als wichtigen Faktor bei der Entwicklung unseres Landes zu sehen“.

Im Gartensaal des Schlosses hatte er so vorab und im Beisein seines Vorgängers Matthias Platzeck bereits alle Preisträger aus 15 Jahren zu einem Sektempfang gebeten – ein Ruf, dem unter anderen die Malerinnen Erika Stürmer-Alex und Dorit Bearach, Bildhauerin Sylvia Hagen, der Maler Matthias Körner und die Grafikerinnen Christiane Wartenberg und Sophie Natuschke folgten. Peter Panzner, der 2016 mit dem Grafikpreis geehrt worden war, kam mit seinem Sohn Conrad, in diesem Jahr Nachwuchsförderpreisträger des Kulturministeriums.

Mehr als 3000 Künstlerinnen und Künstler haben sich in den vergangenen 15 Jahren an der Ausschreibung zum Brandenburgischen Kunstpreis beteiligt. Eine Erfolgsgeschichte. Auch daran wurde bei der diesjährigen Verleihung am Sonntag in Neuhardenberg erinnert.
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Wie gesagt: ein „Familientreffen“. Auch für Anke Zeisler, die mit vielen der Künstler arbeitet oder sie als Galeristin vertritt. In diesem Jahr war sie wieder einmal in der Jury des Kunstpreises dabei: Die Qualität, lobte sie, sei ihrem Empfinden nach noch einmal gestiegen. „Es war sehr schwer, sich zu entscheiden. Vielleicht sollte man sagen: Die Preisträger sind nicht die Besten, sie sind aus einer Riege der Besten.“

Den Beweis dafür tritt nicht zuletzt die am Sonntag eröffnete Ausstellung an, die neben den Preisträgerarbeiten auch ausgewählte Werke anderer Künstler zeigt, die sich in diesem Jahr beteiligt haben,. Eine Verkaufsausstellung, wie Jurychef Mangelsdorf noch einmal in Richtung Publikum betonte und augenzwinkernd den dort gleichfalls mit einer Arbeit vertretenen Bernauer Bildhauer Jörg Engelhardt zitierte: „Kaufen Sie vom lebenden Künstler!“

Ausstellung bis 2.9., Di–So 10–18 Uhr, Ausstellungshalle, Foyer und Orangerie, Schloss Neuhardenberg; Nachlese ab 27.11.,  Rathaus Galerie Hoppegarten

Video-Porträts der Kunstpreis-Gewinner finden Sie hier

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Kunstpreis-Ehrenpreis 2018: Wolfgang Utzt

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