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Kirchen, Kunst, Ortsgeschichte

Aus den Anfangsjahren des Eisenbahnverkehrs: In Zepernick waren die Gleise zunächst noch ebenerdig verlegt worden. Heute steht an dieser Stelle ein stattliches Empfangsgebäude.
Aus den Anfangsjahren des Eisenbahnverkehrs: In Zepernick waren die Gleise zunächst noch ebenerdig verlegt worden. Heute steht an dieser Stelle ein stattliches Empfangsgebäude. © Foto: Geschichtsverein Panketal
Olav Schröder / 09.09.2016, 06:30 Uhr
Bernau (MOZ) Mit zwei besonderen Höhepunkten wartet der Tag des offenen Denkmals am Sonntag im Niederbarnim auf. In der Bernauer Marienkirche werden erstmals einige der restaurierten Holzfiguren der Scherer-Orgel gezeigt. In Birkholz wird das 750-jährige Bestehen der Dorfkirche gefeiert.

Die 1573 von Hans Scherer d.Ä. errichtete Orgel in der St.-Marien-Kirche ist 1864 abgerissen worden. Von ihr existieren nur noch musizierende Engelfiguren, einige Ornamente und zwei Holzpfeifen. Die Figuren, die im Rahmen der Spendenaktion "Vergessene Kunstwerke" restauriert wurden, werden erst am Sonnabend vom Restaurator übergeben. Bereits am Sonntag sollen sie im Anschluss an den Gottesdienst und der Ausstellung "Raum und Geschichte" gegen 11.30 Uhr gezeigt werden.

In Birkholz lädt die Kirchengemeinde am Sonntag zu Veranstaltungen anlässlich des 750-jährigen Bestehens der Dorfkirche ein. Begegnungen und Besichtigungen sind ab 11 Uhr möglich. Es gibt Kirchenführungen von Kindern für Kinder. Konfirmanden laden zu einem Workshop zu den Besonderheiten der Dorfkirche ein. Zur Geschichte der Kirche gehört auch die Sprengung des Turms im Jahr 1972, bei der die übrige Kirche stark beschädigt wurde. Nach der Wende begannen Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Der Wiederaufbaus des Kirchturms ist und bleibt das Ziel in Birkholz. Der Festgottesdienst am Sonntag mit Superintendent Martin Kirchner beginnt um 14.30 Uhr.

An dem bundesweiten Tag des offenen Denkmals können Orte besucht werden, die sonst nicht zugänglich sind. Dazu gehört das Bahnhofsgebäude in Zepernick. Seit 135 Jahren hält die Bahn in Zepernick. Das heute unter Denkmalschutz stehende Empfangsgebäude wurde 1912 eröffnet. Der Panketaler Geschichtsverein wird von 10 bis 16 Uhr im ersten Obergeschoss (nicht barrierefrei) eine Ausstellung zur Historie der Bahnhöfe in Zepernick und Röntgental präsentieren. Zugleich kann im Fundus der Bürgerstiftung nach Büchern, Schallplatten, Glas und Porzellan, Bildern, Haushaltsgegenstände und Raritäten gestöbert werden. Der Erlös geht an die Bürgerstiftung.

Die Angebote am Denkmaltag sind so zahlreich, dass interessierte Besucher vorab eine Auswahl treffen sollten. Was am Sonntag nicht zu schaffen ist, kann in vielen Einrichtungen auch später nachgeholt werden. Für Kunstinteressierte dreht sich in der Galerie Bernau am Sonntag von 10 bis 17 Uhr alles um die Restaurierung der Bürgermeisterstraße 4. Im Kunstraum Innenstadt in der Alten Goethestraße ist die Skulpturensammlung der Waldsiedlung Bernau mit Objekten namhafter Bildhauer des 20. Jahrhunderts zu sehen. Auch das Blaue Wunder, der Gaskessel, kann von 10 bis 15 Uhr ebenso besichtigt werden wie das ehemalige Heeresbekleidungsamt im Schönfelder Weg (Führungen um 10 und 14 Uhr). Im Bauhaus Denkmal Bundesschule spricht Professor Thomas Naumann um 10.30 Uhr über "Friedrich Wolf und Söhne - eine Familie in den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts". Anschließend werden bis 14 Uhr Führungen durch die Bundesschule angeboten.

Aber auch in den umliegenden Orten gibt es viele Angebote. So kann die Fachwerkkirche in Tuchen von 13 bis 17 Uhr samt Turmaufstieg besichtigt werden. Gezeigt wird eine Dokumentation vom Einsturz und Aufbau des ehemaligen Gotteshauses. Die Dorfkirche Prenden kann von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Neben den Sammlungen zur Kirchen- und Ortsgeschichte und dem Turmaufstieg bietet Ortschronist Klaus Storde um 14 Uhr einen Rundgang zu weiteren Prendener Baudenkmalen wie einem Märkischen Dielenhaus um 1700 und der Dorfschmiede an.

Weitere Infos: Programmflyer gibt es bei der Bernauer Tourist-Information in der Bürgermeisterstraße 4 und unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

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