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Rücksichtsloses Fahren nimmt zu

Aktiv für die Feuerwehr: Marlen Lüerß, Fabian Gollin, Jakob Posdzich, Joel David und Richard Becker (v.r.). Im Hintergrund Thomas Bielicke, Rainer Fornell und Doreen Gaertner
Aktiv für die Feuerwehr: Marlen Lüerß, Fabian Gollin, Jakob Posdzich, Joel David und Richard Becker (v.r.). Im Hintergrund Thomas Bielicke, Rainer Fornell und Doreen Gaertner © Foto: MOZ
Olav Schröder / 27.02.2017, 06:20 Uhr
Panketal (MOZ) Immer rücksichtslosere und riskantere Fahrweisen beklagt Panketals Gemeindewehrführer Thomas Bielicke auf den Straßen im Barnim. Hinzu komme eine zunehmende Ignoranz gegenüber der Arbeit der Rettungskräfte bei akuten Einsätzen. So würden beispielsweise Anweisungen am Unfallort einfach missachtet, offenbar nur, um selbst voranzukommen.

Die Folgen bleiben nicht aus, hielt der Feuerwehrmann fest. In Panketal sei eine der Hauptunfallursachen die Missachtung der Grundregel "rechts vor links". Dabei entstehen nicht nur Blechschäden, es komme immer wieder zu schwersten Unfällen. Die Gesamtzahl der Einsätze ist 2016 in die Höhe geschnellt. Waren es 2015 noch 131, so wurden im vergangenen Jahr 194 gezählt. Auffällig sei die 40-prozentige Steigerung der Einsätze im Ortsteil Schwanebeck. Allein auf das Konto der beiden Starkregen-Tage gehen 40 Einsätze. Die Zahl der Brände in der Gemeinde sei mit 24 "ungewöhnlich", so Bielicke. Dazu gehörten die schweren Brände in der Hoch- und in der Wernigeroder Straße, aber auch die Einsätze außerhalb Panketals wie in Ahrensfelde oder beim Feuer des Blockheizkraftwerks in Bernau. Diesen Einsatz sowie die Großübung auf dem Gelände des Gartenmarktes in Schwanebeck bezeichnete Bielicke als die "zwei Ritterschläge" für die Panketaler Feuerwehrleute. Bekanntlich hat die Wehr 2016 auch den Innovationspreis der Versicherer für ihr System von Farbmarkierungen zur Unfallmeldung auf Autobahnkreuzen erhalten. Die Umsetzung stößt auf Hemmnisse. Bielicke lässt sich jedoch nicht entmutigen: "Wir bleiben dran." Kritisch sieht er die Schulung der Führungskräfte auf Landesebene. Während im Kreis die gewünschten Lehrgänge belegt werden können, sei dies auf Landesebene nicht immer der Fall, sagt er und fügt hinzu: "Das Land hat sich kaputt gespart."

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