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Verkehrskonzept für den Süden der Stadt

Nadelöhr: Am Kreisverkehr an der Bahnhofspassage zeigt sich, wie angespannt die Verkehrssituation südlich der Bahntrasse insbesondere in den Spitzenzeiten ist.
Nadelöhr: Am Kreisverkehr an der Bahnhofspassage zeigt sich, wie angespannt die Verkehrssituation südlich der Bahntrasse insbesondere in den Spitzenzeiten ist. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 21.03.2017, 20:59 Uhr
Bernau (MOZ) Die Linken werden im wahrsten Sinne des Wortes mobil. Sie wollen, dass die Stadt ein strategisches Verkehrs- und Mobilitätskonzept für den gesamten Bereich südlich der Bahntrasse in Auftrag gibt. Inwiefern damit geplante Bauvorhaben auf Eis gelegt werden könnten, ist unklar.

In die Untersuchung einbezogen werden soll ein riesiges Gebiet, das von der Schwanebecker Chaussee über die Blumberger Chaussee, Bernau-Süd und Nibelungen reicht, die Ortsteile Birkholz, Birkenhöhe, Birkholzaue und Börnicke einbezieht und schließlich auch den Bereich Börnicker Chaussee bis zur Albertshofer und Rüdnitzer Chaussee berücksichtigt. "Das Konzept soll die bessere Anbindung und Vernetzung der genannten Orts- und Stadtteile südlich der Bahntrasse von Bernau an das vorhandene Straßennetz, als auch die Bedarfe für den notwendigen Öffentlichen Personennahverkehr und die notwendigen Ergänzungen für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr umfassen. Berücksichtigt werden soll zudem ein Süd-Zugang für Fußgänger und Radfahrer zum Bahnhof Bernau", heißt es in dem Antrag, den die Linke-Fraktion für die April-Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht hat. Schließlich wünscht sie sich auch "eine Neuordnung der verkehrlichen Erschließung des Gewerbe- und Recycling-Geländes Schönfelder Weg/Ogadeberge".

Die Linken greifen damit ein Thema auf, das insbesondere Georgi Tontschev vom Bündnis für Bernau nahezu gebetsmühlenartig bei jedem Bauvorhaben zur Sprache bringt. Erst kürzlich verweigerten die Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie Umwelt und Wirtschaft mit Hinweis auf die angespannte Verkehrssituation im Bereich Börnicker Chaussee/Schönfelder Weg einem Bauvorhaben die Zustimmung. Der Investor, der im Anschluss an den "Panke-Bogen" drei Wohngebäude mit insgesamt 150 Quartieren errichten wollte, zog seinen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes zunächst zurück. Enttäuscht schrieb er an Bürgermeister André Stahl (Linke): "Ich wollte dort im wesentlichen kostengünstigen/sozialen Mietwohnungsbau umsetzen. Nicht nur die Träger öffentlicher Belange, sondern alle ihre städtischen Mitarbeiter haben dieses Projekt unterstützt." Warum seine Pläne im Stadtentwicklungsausschuss nicht befürwortet wurden, sei ihm ein Rätsel.

Nun macht der Investor aus Berlin einen erneuten Anlauf. In einer Tippel-Tappel-Tour durch die einzelnen Fraktionen will er für sein Projekt werben , um so vielleicht doch noch die Zustimmung der Stadtverordneten zu bekommen. Anfang dieser Woche war er beim Bündnis für Bernau zu Gast.

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