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Applaus für gelungenes Wandlitzer Logo

Zufriedenheit im Blick: Tanja und Mattias Zeising von der Zeuthener Agentur Neonrausch zeigen den erfolgreichen Entwurf des neuen Wandlitzer Logos. Die Gemeindevertreter stimmten am Donnerstagabend mit nur einer Gegenstimme dafür
Zufriedenheit im Blick: Tanja und Mattias Zeising von der Zeuthener Agentur Neonrausch zeigen den erfolgreichen Entwurf des neuen Wandlitzer Logos. Die Gemeindevertreter stimmten am Donnerstagabend mit nur einer Gegenstimme dafür © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 08.04.2017, 06:30 Uhr
Wandlitz (MOZ) Der Klosterfelder Senfmühle verpassten sie ein frisches und mittlerweile prämiertes Aussehen, nun kann auch die Gemeinde Wandlitz mit einem brandneuen Logo der Zeuthener Agentur Neonrausch punkten. Natur pur mit Wald und Seen werden im siegreichen Entwurf durch eine Aquarellzeichnung symbolisiert. Dazu gesellt sich in geschwungener Handschrift der Name Wandlitz und in Druckschrift die wertende Aussage "Echt schön hier".

Tanja und Mattias Zeising von der Agentur Neonrausch konnten ihren Entwurf am Donnerstagabend bei der Sitzung der Wandlitzer Gemeindevertreter eindrucksvoll verteidigen. Sie bekamen mehrheitlich großes Lob, sogar Applaus und zustimmendes Klopfen. Eine eher seltene Begebenheit im Gremium, dessen Protagonisten sich allzu oft mit krittelnden Bemerkungen den Themen nähern und die eher selten zur Lockerheit neigen.

"Natur ist Prio, das war sofort klar", dokumentierten die beiden Kreativen in ihrer Präsentation den Werdegang zum neuen Logo. Wasser, Wald, die Möglichkeit ausgedehnter Spaziergänge, weite Horizonte - mit diesen Wahrnehmungen näherten sich die Werbeleute der Gemeinde. Der Gemeindename Wandlitz war ohnehin gesetzt, schlussendlich fehlte noch eine griffige Formulierung. "Echt schön hier haben uns die Wandlitzer immer wieder gesagt, sodass wir diese Aussage letztlich am treffendsten finden", erläuterte Tanja Zeising.

Marita Kalinowski (Linke, Grüne B90, UWG) bekam als erste Gemeindevertreterin Rederecht. Sie verstand es auf Anhieb, allen Brandenburger Vorurteilen über die Kultur des Lobens gerecht zu werden. "Ich muss erst einmal fragen, wieso Sie uns mit dieser Präsentation so viel Zeit nehmen? Wir haben heute noch viele Themen zu entscheiden, da tut mir die Zeit echt leid", grantelte sie zunächst ins Mikrofon. Immerhin äußerte sie sich Minuten später auch inhaltlich: "Das Logo ist absolut toll", befand sie.

Bemerkenswert die Reaktion von Peter Liebehenschel, der einen wohltuenden Kontrapunkt setzen konnte. "Uns Preußen fällt es ja eher nicht so leicht, Gefühle rauszulassen. Oft wird mit dem Satz gelobt, da kann man nicht meckern. Insofern finde ich dieses Logo sehr gut, weil es auch Gefühl zeigt."

Lob auch von weiteren Gemeindevertretern, die sich allesamt begeistert zeigten. Einzig Jürgen Hintze (Unabhängige) war unzufrieden. Er lehnte das Logo ab, weil beispielsweise 261 Hektar Liepnitzwald als Vorratsfläche für Windräder geplant seien. Und das sei eben nicht "schön". "Vielleicht sieht es hier in zehn Jahren ganz anders aus", krittelte Hintze durchaus geübt.

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