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Ein neunter Ortsteil "Südstadt"

Sabine Rakitin / 28.04.2017, 20:15 Uhr
Bernau (MOZ) In der Stadt gibt es Bestrebungen, einen weiteren Ortsteil zu gründen. Er soll "Bernau-Südstadt" heißen und das Gebiet südlich der Bahnschienen beidseits der Börnicker Chaussee umfassen. Dazu gehören die Wohnviertel Bernau-Süd und Nibelungen.

"Wenn Sie beispielsweise die Wohnsiedlung vom Bärenwinkel

bis zur Andromedastraße aufwerten, an der Entwicklung des Panke-Parks, der Lösung der GEAB-Probleme mitwirken oder gar das größte Problem, den Straßenverkehr, mit anpacken wollen, dann sind Sie bei der Initiativgruppe "Bernau-Südstadt' richtig", heißt es in der Einladung zu einem Treffen am 3. Mai, die Andreas Neue und Ulrich Schwarza vom Bündnis für Bernau (BfB) in dieser Woche an die Bernauer, die südlich der Bahn wohnen, verteilt haben. Investoren wie die Firmengruppe Hoffmann, der Inhaber des Gewerbegebietes am Schönfelder Weg oder der Bauherr des "Pankebogens" würden die volle kommunalpolitische Unterstützung verdienen. Wohn- und Gewerbegebiete wie Nibelungen, Gieses Plan, die Wohnsiedlung Süd, der "Pankebogen" oder der Wohnpark am Schönfelder Weg mit ihren spezifischen Entwicklungspotenzialen benötigten eine kompetente und engagierte Bürgervertretung, ist die Initiativgruppe um Neue und Schwarza überzeugt. Die Initiatoren der Gründung eines neuen Ortsteils, darunter Michael Junghans vom Panke-Park-Verein, Stadtverordneter Georgi Tontschev (BfB) und der Bernauer Uwe Wollin, berufen sich dabei auf die bereits existierenden acht Ortsbeiräte in der Stadt. "Immer, wenn Bürger engagiert an der Basis ihre Kompetenz einbringen, kommt eine sehr positive Bewegung in die Ortsteile", stellen sie fest und nennen als Beispiele Birkholz, Birkholzaue und Birkenhöhe sowie Waldfrieden - den erst im vergangenen Jahr gebildeten und damit jüngsten Bernauer Ortsteil.

Doch schon im Falle der Gründung von Waldfrieden gingen die Ansichten darüber, wie sinnvoll eine "Zergliederung" der Stadt in einzelne Ortsteile ist, weit auseinander. Und auch jetzt kommentiert beispielsweise SPD-Stadtverordneter Jürgen Althaus spöttisch: "Als nächstes gründen wir in Friedenstal einen Ortsteil. Das wird dann der größte überhaupt!"

Am Mittwoch dieser Woche befasste sich die Fraktion der Linken mit den Ortsteilen Bernaus. Zu ihrer öffentlichen Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Birkholz kamen alle Ortsvorsteher beziehungsweise deren Stellvertreter. Auch wenn sich die Entstehungsgeschichten stark unterscheiden - einige Ortsteile wie Schönow, Börnicke Lobetal und Ladeburg waren einst eigenständige Gemeinden und stießen später im Zusammenhang mit der Auflösung des Amtes Panketal mehr oder minder freiwillig zu Bernau - bereut haben sie ihre Entscheidung nicht. "Wir fühlen uns in Bernau gut aufgehoben", beteuerte beispielsweise der Ortsvorsteher von Börnicke, Matthias Jitschin. "Im Nachhinein war die Entscheidung, nach Bernau zu gehen, richtig - zumindest was die Investitionen anbelangt", schätzt auch der Schönower Harald Ueckert ein. Wolfgang Mischewski, Ortsvorsteher von Birkholzaue, stimmt in die Lobeshymne ein: "Wir sind froh, dass wir zu Bernau gehören", sagt er. "Wir haben durch die sehr gute Unterstützung der Stadtverwaltung und der Stadtverordnetenversammlung in zwei Jahren mehr erreicht als in den gesamten 25 Jahren zuvor", bemerkt der Ortsvorsteher.

Andere, wie Amtskollege Dieter Geldschläger aus Birkholz oder Ortsvorsteherin Heidi Scheidt aus Birkenhöhe, wünschen sich eine "noch engere Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, um die Probleme zu lösen". Fast in allen Ortsteilen geht es dabei um den Straßenausbau, um den Bau von Radwegen und um bessere Busverbindungen nach Bernau. Für Ladeburg und dessen Ortsvorsteher Horst Seefeld steht weiter die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes ganz oben auf der Wunschliste.

Die Initiativgruppe Bernau-Südstadt trifft sich am 3. Mai ab 18 Uhr im Schönfelder Weg 31 (ehemalige Stadtwerke). Anmeldung per E-Mail an bernau-suedstadt@t-online.de oder unter Tel. 01575 3082000

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