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Künftige Siebtklässler müssen monatlich 30 Euro mehr zahlen

Docemus erhöht das Schulgeld

Anke Beißer / 17.03.2012, 07:05 Uhr
Grünheide (MOZ) Wenn die Grünheider Gemeindevertreter am Donnerstag den Haushalt für das aktuelle Jahr beschließen, dann stehen dort auch 5000 Euro zu Buche, die an die docemus Privatschulen gehen. Die Summe ist als Zuschuss für die Förderung von Schülern bestimmt, fließt also in den Topf, aus dem Stipendien für die jungen Lernenden zur Verfügung gestellt werden.

Die Höhe der Unterstützung durch die Gemeinde Grünheide ist im Vergleich zu den Vorjahren unverändert. Docemus aber reagiert zum neuen Schuljahr auf die veränderten finanziellen Rahmenbedingungen und erhöht für Neuzugänge das Schulgeld. Das hat Geschäftsführer Jens Brügmann der MOZ auf Nachfrage gesagt. Schon nach der Landtagswahl 2010 sei ihm klar gewesen, dass die Unterstützung der freien Schulen seitens des Landes zurückgefahren werde.

Ab 2014 müsse docemus mit 300 000 Euro weniger auskommen. "Wir kommen um die Erhöhung nicht herum", auch, wenn sie das Manko kaum kompensiere. Dies funktioniere nur über geschicktes Management der vier zu docemus gehörenden Unternehmen.

Das Anheben des Schulgeldes sei seit längerem angekündigt. Zudem treffe es nur die kommenden Jahrgänge. "Unsere Schüler haben eine Schulgeldgarantie." Bisher lag das für Gymnasiasten und Oberschüler bei monatlich 150 Euro. Ab dem Schuljahr 2012/13 steigt es für die neuen Siebtklässler um 30 Euro. "Das ist quasi der Zuschlag für den Ganztagsbetrieb." Dafür kämen außer den Kosten für die Klassenfahrt keine weiteren Ausgaben hinzu - weder für Bücher noch für die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften. Eine Auswirkung auf das Bewerberinteresse habe er nicht festgestellt. "Wir können nach wie vor nicht alle Interessenten aufnehmen." Fachoberschüler übrigens zahlen 150 Euro, weil sie weniger an der Schule sind, Praktika haben.

Brügmann gibt zudem an, dass etwa acht Prozent der Schüler in den Genuss eines Stipendiums kommen. "Und etwa die Hälfte unserer Schüler zahlt wegen der finanziellen Situation in der Familie ein reduziertes Schulgeld. Das geht bis hin zum kompletten Erlass."

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