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Der Barnimer Rennfahrer Mike David Ortmann startet heute beim 24-Stunden-Rennen in Dubai

Motorsport
Unaufgeregt, aber motiviert

© Foto: Michael Schulz
Michael Schulz / 11.01.2018, 05:50 Uhr
Blumberg (MOZ) Blumberg. Von heute bis Sonnabend dreht der Blumberger Rennfahrer Mike David Ortmann seine Runden bei dem 24-Stunden-Rennen von Dubai. Bei der Premiere seines Teams BWT Mücke-Motorsport in Dubai wird er zusammen mit vier Teamkollegen einen Audi RS8 LMS durch den 5.390 Meter lange Rundkurs steuern.

Es ist sein erstes internationales und zugleich auch größtes Event in seiner jungen Motorsportkarriere - die 24 Stunden von Dubai (11. bis 13. Januar). Und es scheint fast so, als würde sich der Blumberger Mike David Ortmann, der gerade erst vor wenigen Wochen seinen 18. Geburtstag feierte, mit der Teilnahme an dem seit 2006 stattfindenden Langstreckenrennen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen. Doch dem ist nicht so, denn die 24 Stunden von Dubai sind stattdessen ein weiterer gut geplanter Schritt in seiner Motorsport-Ausbildung. "Das ist der absolute Wahnsinn. Vor Kurzem konnte ich von einem 24-Stunden-Rennen nur träumen und nun bin ich mittendrin, meinen Traum zu leben", sagte Mike David Ortmann sichtlich beeindruckt.

Nachdem der Youngster 2015 und 2016 mit Top-Platzierungen in der ADAC Formel 4 für Furore sorgte und 2017 dann in die "Liga der Supersportwagen" wechselte, um dort in einem 585 PS starken Audi RS8 LMS mit weiteren Top-Leistungen auf sich aufmerksam zu machen, sollen nun 2018 weitere Highlights folgen. Nicht nur die ADAC Stiftung Sport und die Deutsche Post Speed Academy, die beide seit nunmehr drei Jahren den jungen Motorsportler fördern, sind von seinem Talent überzeugt. Auch Audi Sport und sein Team "BWT Mücke-Motorsport" gehören inzwischen zu seinen Förderern, hat er die Teilnahme an dem 24-Stunden-Rennen von Dubai doch genau diesen beiden zu verdanken. Neben dem Blumberger gehen Markus Winkelhock, Andreas Weishaupt, Ricardo Feller und der Dubai-Sieger aus dem Jahr 2016, Christer Jöns, im Mücke-Team in Dubai auf Rundenjagd. Schon in einem Rutsch mit solchen Rennfahrergrößen genannt zu werden, ist schon ein riesiger Erfolg für den Barnimer.

"Dass Audi Sport und mein Teamchef Peter Mücke dieses Vertrauen in mich setzen, macht mich sehr stolz. Ich kann es gar nicht mehr abwarten, dass es nun endlich losgeht. Ich konnte mich zwar sehr gut auf die bevorstehende Aufgabe vorbereiten, doch bin ich sehr gespannt, wie es sich dann tatsächlich anfühlt. Viele neue Eindrücke, viele neue Herausforderungen - das wird ein bunter Mix, der da auf mich wartet", berichtet der Blumberger. Sich auf eine 5.390 Meter lange Rundstrecke vorzubereiten, die dem Piloten völlig neu ist, lernen Motorsportler recht früh. Doch ein 24-Stunden-Rennen hält noch ganz andere Herausforderungen parat. "In 24 Stunden kann generell recht viel passieren. Hinzu kommt, dass ich noch keine Erfahrung mit wenig Schlaf und zwei Stunden Fahren am Stück habe. Ferner teilen wir uns das Auto und dementsprechend wird dies auch so abgestimmt, dass es für uns alle passt. Mal sehen wie sich dieser Kompromiss anfühlt", erklärt der sympathische Rennfahrer. Und dann wollten wir von ihm noch wissen: "Auf einer Skala von eins bis zehn - wie aufgeregt bist du?" Die Antwort: "Aufgeregt überhaupt nicht. Aber meine Motivation steht gerade bei zwölf. Von daher muss ich aufpassen, dass ich nicht übermotiviert an die Aufgabe herangehe."

Seit der Premiere 2006 der 24 Stunden von Dubai stand fast immer ein Deutscher auf dem Siegerpodest. Lediglich 2008 und 2016 nicht. Auch einen Audi-Sieg gab es bisher zu bejubeln, 2016 siegt das Belgian Audi Club Team WRT auf einem Audi R8 LMS. Insofern geht der Blumberger mit einem konkurrenzfähigen Auto an den Start.

Bereits seit Sonntag ist der Blumberger mit seinem Team in die Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate gereist. Dazu meint Ortmann: "Nach Dubai kommt man nicht so oft. Deshalb hatten wir uns Tage zum Akklimatisieren und fürs Sightseeing frei gehalten."

Das Rennen wird in Englisch vom Internetradiosender radiolemans.com kommentiert. Zusätzlich wird das Rennen auf www.24hdubai.com als Video-Livestream zu sehen sein. In deutscher Sprache wird der Motorsport-Fernsehsender MotorsTV ca. zehn Stunden des Rennens übertragen.

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