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Bernauer Musikfestspiele stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Jegliches hat seine Zeit"

"Siebenklang" wird noch poetischer

FOSCHROEDER / 12.01.2018, 06:45 Uhr
Bernau (MOZ) "Jegliches hat seine Zeit" lautet das Motto der 12. Bernauer Musikfestspiele "Siebenklang" in diesem Jahr. Die Besucher können sich auf insgesamt neun Veranstaltungen der beliebten Reihe freuen.

Am Anfang des Jahres, wenn der Kalender noch viele freie Stellen hat, empfiehlt es sich, Pläne zu schmieden und schon mal den einen oder anderen Termin oder gar mehrere zu notieren. Wie in den elf Jahren zuvor bringt das Frühjahr nicht nur längere Tage, frisches Grün und schöne warme Nächte, sondern auch sieben besondere Konzerte an sieben interessanten Orten.

Für das Programm unter dem Motto "Jegliches hat seine Zeit" waren die Organisatoren auf der Suche nach Künstlern, die sich in ihren eigenen Texten in besonderem Maße der Poesie verschrieben haben oder in den Zeugnissen alter Dichter Bewahrenswertes für ihre Musik finden. Leider ist das Auftaktkonzert am 14. April mit der Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai, deren Programm das diesjährige Siebenklang-Motto entlehnt ist, bereits ausverkauft.

Eine Wiederbegegnung mit "alten Bekannten" gibt es am 28. April im Audimax. Der Club der toten Dichter gastierte schon zweimal in Bernau mit den Programmen zu Rilke und Bukowski-Versen. Es gibt aber auch noch weitere Konzertabende, in denen der Club vertonte Texte von Heine, Schiller und Wilhelm Busch präsentiert. Das Schöne ist, dass in Bernau das Beste, Witzigste, Ergreifendste aus allen fünf Programmen zu erleben sein wird. Fünf in eins sozusagen mit großartigen Solisten wie Peter Lohmeyer, Katharina Frank, Dirk Zöllner und Dirk Darmstädter.

Wie im vergangenen Jahr unternimmt Siebenklang für eine Veranstaltung einen kleinen Ausflug in die Umgebung. Der charismatische Schauspieler Christian Redl wird den Besuchern am 5. Mai im alten Kornspeicher auf Gut Hobrechtsfelde das Fürchten lehren und Geschichten über unglaublich wahre Verbrechen lesen. Die Karten für die Veranstaltung um 20 Uhr sind weg, aber die gute Nachricht ist, dass es eine zweite Lesung geben wird, die mit dem Mitternachts-Gong zur Gespensterstunde zu Ende sein wird.

Der Schauspieler Tom Schilling ist spätestens seit dem Film "Oh Boy" generationsübergreifend bekannt. Dass er auch singt und seinen Liedern eigene poetische Texte gibt, ist vielleicht nicht so geläufig. Gemeinsam mit den Jazz Kids, die weder Jazz spielen, noch Kids sind, sondern kompetente Musiker, interpretiert Tom Schilling am 12. Mai in der Stadthalle Bernau klassische Moritaten und abgründige Lieder, aber auch, die Tradition des deutschen Chanson wieder aufleben lassende Songs von Hildegard Knef oder Kurt Weill.

Längst sind die Open-Air Veranstaltungen in der Waldkirche Lobetal kein Geheimtipp mehr. Am 26. Mai erklingen unter freiem Himmel bekannte Lieder und neue Songs von gestandenen "Alten Hasen" der Singer- Songwriter-Branche und von jungen Songpoeten. Mit dabei sein werden Alin Coen, Max Prosa, Heinz Rudolf Kunze und Norbert Leisegang mit seinem Keimzeit Akustik Quintett.

Poeten sind sie, auch wenn sie ohne Worte auskommen: Pianotopia und Kurt Laurenz Theinert zaubern am 31. Mai Klänge aus Tönen und Bildern an die Wasserturmmauern. Auch hier ist das erste Konzert ausverkauft, aber es konnte noch ein 22-Uhr-Konzert verabredet werden.

Mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, dem größten deutschen Dichter, endet in den musikalischen Gewändern von Bobo und Herzfeld am 2. Juni auf Gut Börnicke in diesem Jahr die Siebenklang-Reise durch die Poesie.

Karten unter www.public-tickets.de, 03337 425730 oder in der Touristinfo Bernau und der Theaterkasse in der Bahnhofspassage.

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