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Rollberg-Oberschule und Praetorius-Gymnasium präsentieren sich künftigen Schülern sehr vielfältig

Schulvorstellungen
Praxisnah und kreativ

Andrea Linne, Fabian Sauer / 29.01.2018, 06:44 Uhr - Aktualisiert 29.01.2018, 14:55
Bernau (MOZ) Das Übergangsverfahren in die siebten Klassen läuft. Am Freitag ließ sich die Rollberg-Oberschule mit Grundschulteil in die Karten schauen. Das Paulus-Praetorius-Gymnasium präsentierte sich am Sonnabend künftigen Schülern.

Dabei fahren beide Schulen naturgemäß sehr unterschiedliche Konzepte, die auf eine differenzierte Schülerschaft abheben.

Rollberg-Oberschule Bernau: Nils Zschoch und Nico Janka zeigen stolz, was sie schon können. In der Werkstatt arbeiten sie unter ihrem Lehrer Jörg Fiebig an Möbelstücken. "Für die Schüler der Klassen sieben bis zehn bieten wir diese Projektarbeit wie in einer richtigen Firma an. Wir kümmern uns ums Material, kalkulieren, konstruieren und stellen die Teile her." Hocker und Tische sind zu bestaunen, die der Grundschule überlassen werden sollen.

Das ist das Besondere an der Rollberg-Oberschule. Dass 470 Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse hier lernen können. Im Ganztagsbereich gibt es schon morgens Angebote. Schulleiter Ulf Weltzin sagt: "Unser Schüler kommen aus dem gesamten Umland, aus 19 Gemeinden." Zahlreiche Angebote im musischen, handwerklichen und sportlichen Bereich können von den Grund- und Oberschülern genutzt werden. Außerdem sind die Rollberger eine integrative Schule. Ganz neu ist das Pilotprojekt bildungsergänzender Maßnahmen, das vom Kreis für Schüler finanziert wird, die mehr Unterstützung benötigen. Dazu gibt es einen Lerncoach, der intensiv hilft, einen guten Schulabschluss zu erreichen.

Insgesamt 32 Lehrer und zwei Schulsozialarbeiter der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal sowie zahlreiche Kursleiter arbeiten in modern ausgestatteten Klassenzimmern. Die Rolle des Lehrers, sagt der 50-jährige Weltzin, sei im Wandel hin zum Lernbetreuer begriffen. "Es ist vor allem wichtig, zu schauen, wie wir Wissen aneignen und anwenden können", so der Schulleiter.

Das Schulzentrum Rollberg soll an den Landkreis übertragen werden. Der plant eine Investitionen von 20 Millionen Euro. Noch laufen die Vorbereitungen dazu. Dann wird die Schülerzahl sicher weiter anwachsen.

Paulus-Praetorius-Gymnasium: Hunderte Eltern und Grundschüler werden von den "Schul-Hostessen" in Empfang genommen. Schüler wie die 13-jährige Jasmin Junge und Freundin Vanessa Vdovenko stehen mit Veranstaltungsplänen und Infos bereit, beantworten Fragen und führen durch das imposante Schulgebäude an der Lohmühlenstraße. "Die Schule ist auch wirklich sehr groß", weiß Jasmin Junge aus eigener Erfahrung zu berichten, schaute sie doch selbst vor kurzer Zeit noch interessiert vorbei. "Das war sehr überzeugend, weil sich alle so gekümmert haben. Dazu ist die Schule auch sehr modern und gut organisiert", bestätigt die 14-jährige Freundin Vanessa. So haben sich die beiden nicht nur für das PPG entschieden, sondern auch freiwillig gemeldet, um diesen Service zukünftigen Schülern angedeihen zu lassen.

Schüler und Lehrer bevölkern Klassen- und Fachräume. Auf den Schulbänken liegen Unterrichtsmaterialien aus, und in den Fachräumen warten Spiele und Experimente zum Mitmachen auf potenzielle Mitschüler. Im Fachraum für "Wirtschaft, Arbeit und Technik", kurz WAT, vermittelt Dagmar Schlieben einen Eindruck von ihrem Unterricht. Dazu dürfen sich die jungen Besucher selbst an den Werkbänken ausprobieren, sie schleifen und feilen. Nebenher beantwortet die 53-Jährige, die seit 1995 am Gymnasium unterrichtet, auch die Fragen der Besucher. Dabei geht es um Unterrichtsinhalte, Noten und Praktika ebenso wie die Frage nach einem möglichen Leistungseinbruch nach dem Wechsel an diese Schule.

Um den Informationsbedarf der Eltern auch grundlegend zu stillen, lädt die Schulleitung zudem zu mehreren Gesprächsrunden ein, in denen das Schulprofil erläutert und die Aufnahme an diese Schule besprochen werden. "Leider ist unsere Bewerberliste wieder übervoll, wie eigentlich in jedem Jahr", erklärt der stellvertretende Schulleiter Udo Hummerich. Auf die 120 Plätze erhalte er im Schnitt 150 Bewerbungen. "Wir müssen also nicht viele abweisen, und mittlerweile gibt es auch immer mehr Privatschulen, die einiges abfangen."

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