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Eingefrorenes Projekt von 2012 wird wieder in Angriff genommen / Später sollen Aufzug und Versammlungsraum hinzukommen

Historie
Tramper Schloss erhält Dach zurück

Ehemaliger Herrensitz: An den einst repräsentativen Charakter von Schloss Trampe erinnert heute kaum noch etwas. Von 1804 bis 1945 lebte die Familie von der Schulenburg hier. Das Haus mit Mansardendach war ursprünglich zweigeschossig.
Ehemaliger Herrensitz: An den einst repräsentativen Charakter von Schloss Trampe erinnert heute kaum noch etwas. Von 1804 bis 1945 lebte die Familie von der Schulenburg hier. Das Haus mit Mansardendach war ursprünglich zweigeschossig. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 01.03.2018, 22:30 Uhr
Trampe (MOZ) Bereits 2012 gab es Planungen für die Umgestaltung des Tramper Schlosses zu einem Mehrgenerationenhaus. Aufgrund der Gewerbesteuerrückzahlungen in Millionenhöhe konnte die Gemeinde Breydin das Vorhaben noch nicht umsetzen. Jetzt wird ein neuer Anlauf unternommen.

Der Hinweis, das Projekt wieder aus der Schublade zu nehmen, kam von der Biesenthal-Barnimer Amtsverwaltung, wie Breydins Bürgermeister Peter Schmidt sagt. Nach seinen Vorstellungen soll es allerdings nicht gleicht komplett umgesetzt werden, da die Umsetzung dieses Vorhabens garantiert in die nächste Legislaturperiode hineinreichen wird. Zur Kommunalwahl im kommenden Jahr aber will der langjährige Bürgermeister nicht noch einmal für dieses Amt kandidieren. Auch der dann neuen Gemeindevertretung soll nicht durch langfristige Beschlüsse vorgegriffen werden. "Es soll niemand belastet werden", so Peter Schmidt. Ein erster Schritt aber, der unabhängig von künftigen Entscheidungen umgesetzt werden kann, soll 2018 gegangen werden: Das Gebäude bekommt ein Satteldach. Seit der Sanierung in den 1960er-Jahren gibt es lediglich ein Flachdach.

Rund 400000 Euro sind für das neue Dach veranschlagt. Zur Finanzierung werden Eigenmittel eingeplant. Vor der Sanierung hatte das Gebäude ein Mansardendach. Da damals eine weitere Etage hinzukam, verschwand dieses. Eine abgesetzte Dachreihe soll künftig wieder an das Mansardendach erinnern. Ausgebaut wird das Dach jedoch nicht.

Weitere Maßnahmen wie der Einbau eines Aufzugs, um das Haus generationengerecht auszustatten, und der Ausbau des Kellers für Veranstaltungen der Gemeinde sollen erst später in einer zweiten Bauphase folgen, so Peter Schmidt. Der Fahrstuhl wird vom Keller bis ins oberste Geschoss reichen. Der Schacht des früheren Aufzugs, der für die Essensversorgung der Kita und der LPG genutzt wurde ist, ist noch vorhanden und erleichtert den Einbau.

Die Kita "Schlossgeister" und die kommunalen Wohnungen bleiben natürlich erhalten, gehören zum Konzept des Mehrgenerationenhauses dazu. Durch den Einbau des Fahrstuhls wird es dann möglich, dass Bewohner jeden Alters und auch mit Gehbehinderungen einziehen können.

Das Erdgeschoss für die Kita wurde bereits nach dem ursprünglichen Projekt gestaltet. Die Terrasse erhielt die vorgesehene Überdachung. Auch der Zugang wurde schon barrierefrei umgebaut.

Weiterhin ist vorgesehen, die kleine Küche als Arztraum und den jetzigen Kulturraum als Warteraum zu nutzen. Damit würden zumindest die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um eine regelmäßige wöchentliche Sprechstunde eines Arztes zu ermöglichen und damit die gewünschte medizinische Versorgung zu bekommen.

Gerechnet wird mit einem Kostenrahmen von insgesamt rund 1,25 Millionen Euro. 725000 Euro davon sollen durch Fördermittel abgedeckt werden. 525000 Euro wären dann durch Eigenmittel zu finanzieren. Das Gesamtvorhaben konnte vor sechs Jahren nicht realisiert werden, da damals rund eine Million Euro Gewerbesteuer zurückgezahlt werden musste, erinnert Peter Schmidt

Zunächst einmal hat die Gemeindevertretung für den Kulturraum die Anschaffung neuer Möbel für knapp 6400 Euro beschlossen. Aufgrund des Alters weist das vorhandene Mobiliar große Verschließerscheinungen auf. Der Kulturraum ist bereits gestrichen wurden und hat neuen Fußboden erhalten. Jetzt kommen neue Tische, Stühle und Fensterlamellen hinzu.

Die Breydiner Gemeindevertretung hat sich auch für die Anlage eines Mehrgenerationenspielplatzes an der Lindenstraße/Ecke Akazienweg in Klobbicke ausgesprochen. Er soll in Anlehnung an den Spielplatz am Eberswalder Schützenplatz mit Fitnessparcour und Rodelberg gestaltet werden. Die Hälfte des 200000 Euro-Projekts soll mit Fördermitteln des Bundesprogramms "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" zur Entwicklung ländlicher Räume finanziert werden. Die Eigenmittel wurden mit einem Sperrvermerk versehen, der erst aufgehoben wird, wenn die Fördermittel bewilligt werden.

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