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Neuer Radweg auf Alter Hirschfelder Straße sichert vor allem Schulweg nach Werneuchen ab

Radweg
Erfüllter Wunsch in Asphalt

Andrea Linne / 04.04.2018, 08:15 Uhr
Werneuchen (MOZ) Nun ist sie nutzbar und nach einjähriger Bauzeit wiederhergestellt, die ehemalige Ortsverbindung von Hirschfelde nach Werneuchen. Die Übergabe des Rad- und Wanderweges wurde am Dienstag mit Kommunalpolitikern und Gästen gefeiert.

Lange wurde diskutiert und immer wieder überlegt, wie das fast eine halbe Million Euro teure Vorhaben zu realisieren wäre. Am Ende griffen auch Fördermittelgeber - wie das Land - der Stadt unter die Arme und halfen bei der Realisierung der Verbindung, die vor allem auch für Schulkinder von großer Bedeutung ist.

Die Öffentlichkeit fand sich am Dienstag in  Höhe der Baufirma „Berger Bau“ an der Alten Hirschfelder Straße ein, um dem offiziellen Akt beizuwohnen. Bei angenehmen Temperaturen konnte gleich per Rad getestet werden, wie es sich so fährt.

Die ehemalige Ortsverbindung zwischen Hirschfelde und Werneuchen bringt gewiss auch Schwung in den Fahrradtourismus, ging es doch bislang nur an der B 158 entlang. Das Radeln war kein großes Vergnügen. Nun sind vor allem Kinder, die den ehemaligen Radweg als Schulweg nutzen, sicher unterwegs. Ins Stadtzentrum geht es nun auch für Senioren sicherer voran.

Um die Finanzierung für das Vorhaben zu sichern, war vor einem Jahr ein Fördermittelbescheid in Höhe von 391 000 Euro an Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn übergeben worden. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm für die Entwicklung des ländlichen Raums, das als Leader-Topf aus EU- und Landesmitteln kommt. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 570.000 Euro. 25 Prozent musste die Stadt noch aus Eigenmitteln aufbringen. Horn dankte für diese finanzielle Zuwendung des Infrasturkur-Ministeriums in Potsdam. „Das Projekt ist seit fünf Jahren im Gespräch, und auf jedem Dorffest in Hirschfelde wurde ich danach gefragt“, äußerte der Bürgermeister zuletzt.

Die Ortsverbindung zwischen Werneuchen und Hirschfelde wurde Mitte der 1930er-Jahre gekappt, weil eine Jagdfliegerschule und ein Flugplatz gebaut wurden. Entlang der ehemaligen Verbindungsstraße war ein Wall errichtet, der das Flugplatzgelände nach Norden hin abgrenzte. Zwischen dem Wall und dem Rollfeld befanden sich Shelteranlagen, die mit Erdreich angeschüttet wurden und nun teilweise zurückgebaut werden mussten. Kampfmittelbeseitigungsdienst und Untere Naturschutzbehörde begleiteten das Vorhaben.

Vom Weg ließ sich zuletzt nur erahnen, das er einmal existierte, nur ein unbefestigtes Stück war erkennbar. Auf einer Länge von gut 600 Metern und in einer Breite von zweieinhalb Metern entstand der neue Asphaltweg. Die existierende Alte Hirschfelder Straße führt von Werneuchen aus vom Kreisverkehr an der Bundesstraße 158 bis zur Einfahrt des Bauunternehmens. Dann wurde die Trasse durch einen Flugzeugshelter blockiert. In den zurückliegenden 80 Jahren entwickelte sich Wildwuchs.

In der Gemarkung Werneuchen trat der Weg wieder als unbefestigtes Stück mit einer Grasnarbe zutage. Dieser mündete nach 350 Metern in die Werneuchener Straße Richtung Hirschfelde. Versenkbare Poller verhindern die Durchfahrt für Autos.

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