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Doris Stahlbaum kandidiert für das Panketaler Bürgermeisteramt

Bürgermeisterwahl
Bündnisgrüne will Weichen neu stellen

Für die Bündnisgrünen: Doris Stahlbaum
Für die Bündnisgrünen: Doris Stahlbaum © Foto: Sergej Scheibe
Olav Schröder / 05.04.2018, 06:00 Uhr
Panketal „Ein Bürgermeister sollte auch Leute mit leiseren Stimmen hören“, sagt Doris Stahlbaum. Die 36-jährige Gemeindevertreterin wurde von den Panketaler Bündnisgrünen als Kandidatin für das Bürgermeisteramt gewählt.

Die Ingenieurin für Umwelttechnik und regenerative Energien ist seit 2004 in Panketal zuhause und seit 2014 in der Gemeindevertretung sowie im Kreistag aktiv. „Die Bündnisgrünen wollen die Weichen neu stellen“, begründet sie die Kandidatur. Dabei geht es auch um „alte“ Themen, zum Beispiel die dritte Grundschule: „Die Gemeinde braucht die Schule, die Eltern erwarten sie, aber die Gemeinde kommt um Jahre zu spät.“ Seit 2013 würden die Bündnisgrünen die Schule fordern. Dass die SPD sie Schule jetzt zu ihrer Sache mache, nachdem 5,5 Millionen Euro für einen unzureichenden Ergänzungsbau ausgegeben wurden - ärgert sie. Ihr Standpunkt: „Wir brauchen die Schule nach wie vor, aber jetzt wird es mit der Finanzierung schwierig und für den Standort auf dem Klinikgelände sind andere Erwartungen geweckt worden.“ Die neuen Probleme seien jedoch zu lösen.

Die Zusammenarbeit mit Bernau und anderen Nachbarn liegt Doris Stahlbaum am Herzen - nicht nur im Hinblick auf einen Zehnminutentakt bei der S-Bahn und Querverbindungen für Busse, beispielsweise nach Hobrechtsfelde oder Ahrensfelde. Grundsätzlich hätten Kommunen, die kooperieren, eine bessere Position gegenüber dem Land. Nicht zuletzt könnte vielleicht auch ein lang gehegter Wunsch wie der Bau eines Schwimmbades realisiert werden. Angesichts des zunehmenden Wohnungsbaus sollte der Bedarf ermittelt werden.

Der Alleenschutz in Panketal gehört zu den wichtigen Themen, den die Mutter zweier zwölf und 15 Jahre alter Töchter nennt. Nicht nur, weil es um Naturschutz geht, sondern auch, weil Alleen das Ortsbild prägen. Zudem müssten der Radverkehr und der nicht motorisierte Verkehr in Panketal wesentlich stärker zu ihrem Recht kommen.

„Ein Bürgermeister bringt eigene Vorschläge ein, aber viele Ideen kommen aus der Gemeindevertretung“, beschreibt Doris Stahlbaum ihre Auffassung von einer Leitungsaufgabe. Nicht zuletzt seien die Mitarbeiter einer Verwaltung gefragt. Mit Blick auf eine stärkere Bürgerbeteiligung seien die Überarbeitung der Web-Seite der Gemeinde und der Ausbau digitaler Angebote erforderlich: „Es vollzieht sich gegenwärtig ein Generationswechsel und viele sind bereits in der digitalen Welt aufgewach-sen.“

Zuversichtlich sieht die bündnisgrüne Doris Stahlbaum dem Ausgang der Wahl entgegen: „Ich denke, das Ergebnis ist nach oben offen. Wir haben schon manchmal die Leute überrascht.“

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