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Oberhaveler rufen Barnimer zum Mittun auf

Verkehr
Protestzug für die Heidekrautbahn

Andrea Linne / 06.04.2018, 06:30 Uhr - Aktualisiert 12.04.2018, 21:22
Wensickendorf/Stolzenhagen (MOZ) Den Grünen aus Oberhavel reicht es. Sie protestieren für die Heidekrautbahn. Am Sonnabend um 9.30 Uhr ist Start in Oranienburg. Vom Bahnhof aus geht es mit Rädern bis nach Wensickendorf, wo auch zahlreiche Gäste aus dem Barnim und Verfechter für den Ausbau der Heidekrautbahn erwartet werden.

Wie Thomas Winkler von den Grünen aus dem Nachbar-Landkreis mitteilt, sollen auch die Ortsvorsteher aus Zehlendorf und Wensickendorf ab 10.30 Uhr zu den Gästen am Bahnhof sprechen. Der verkehrspolitische Sprecher der Brandenburger Bündnisgrünen, Michael Jungclaus, hat ebenfalls sein Kommen zugesagt.

Die Radtour soll für den geforderten Streckenausbau stehen. Nicht nur die Anbindung der früheren Stammstrecke Richtung Berlin-Gesundbrunnen ist ein Thema, zuletzt sogar per Online-Petition, sondern auch das abgekoppelte Liebenwalde. Der inzwischen immer dichter besiedelte Raum über die Gemeinden der Stadt Liebenwalde hin, der auch zahlreiche Verknüpfungen zu Barnimer Gemeinden wie Stolzenhagen und Wandlitz aufweist, sei regelrecht abgeschnitten, heißt es in der Mitteilung aus Oberhavel.

Liebenwalde und Zehlendorf sollen aber beim Ausbau zwischen Gesundbrunnen und Wensickendorf nicht vergessen werden, fordern die Initiatoren der Fahrrad-Demo am Sonnabend. Parallel zum Schienenverlauf wollen die Protestierenden dann Fahrt aufnehmen und zum Bahnhof Kreuzbruch bis nach Liebenwalde weiterradeln. Die vorhandenen Gleise werden in Augenschein genommen, auch die Brückenbauwerke kommen dabei nicht zu kurz. Insgesamt soll der Protestzug die Anstrengungen der Gemeinden, die sich zur KAG Heidekrautbahn zusammengeschlossen haben, unterstützen. Die kämpfen seit Jahren um eine Hilfe der Länder Brandenburg und Berlin. Leiden doch alle Kommunen zwischen Wandlitz und Mühlenbeck oder Basdorf und Stolzenhagen unter der wachsenden Pendlerzahl.

Großbaustellen, die aktuell zum Beispiel auf der A 114 angekündigt sind oder auch an der Ortsdurchfahrt Mühlenbeck, bieten geradezu drohende Szenarien für die Zukunft.

Am Rande der Demo in Wensickendorf soll vor allem der Blick geweitet und auf die große Bedeutung eines besseren Öffentlichen Personen- und Nahverkehrs abgehoben werden. Kreisübergreifend wolle und müsse man agieren, heißt es aus Oberhavel. Zuletzt hatte sich aber vor allem dieser Landkreis gegen eine kreisübergreifende Busverbindung gestellt, die bald vom Barnim aus realisiert wird und  auf dem Weg zur Mühlenbecker Gesamtschule hilft.

Kurzlink zur Petition

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