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Neuer Bernauer Marktplatz führt virtuell und praktisch Erzeuger und Kunden zusammen

Markt
Ausgeschwärmt mit vollen Körben

Frisch vom Feld: Gemüseverkäuferin Giseltraut Sabeh füllt am ersten Marktschwärmer-Tag in Bernau den Korb von Sarina Haucke mit Salat. 33 Barnimer ließen sich zur Premiere bedienen.
Frisch vom Feld: Gemüseverkäuferin Giseltraut Sabeh füllt am ersten Marktschwärmer-Tag in Bernau den Korb von Sarina Haucke mit Salat. 33 Barnimer ließen sich zur Premiere bedienen. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 10.05.2018, 18:07 Uhr
Bernau (MOZ) Ein voller Erfolg wurde der erste Marktschwärmer-Tag am Mittwochabend an der Alten Post in Bernau. Kathrin Görne und Annelie Staubach bringen auf ihrem Portal regionale Erzeuger und Kunden zusammen. 13 Betriebe aus der Region sind schon dabei, wie Silke Maier sagt, die die Aktion öffentlichkeitswirksam unterstützt. Zu Hans-Christoph Peters aus Löhme, der Eier und Fleisch dabei hat, sind der Hof „Schwalbennest“ vom Parsteinsee und die „Stolze Kuh“ aus Lunow-Stolzenhagen gekommen. Auch die Bernauer Braugenossenschaft, Wanderschäferin Lehmann aus Bralitz, der Spargelhof Giese aus Tempelfelde und der Gärtnerinnenhof Blumberg zählen dazu.

Bis heute sind 206 Barnimer als Mitglieder registriert, so Maier. 33 Kunden ließen ihre mitgebrachten Körbe am Mittwoch mit frischem Gemüse, Honig, Grillwürsten oder Brot füllen. Wie Heike Lehmann aus Wandlitz: „Ich möchte auf Fleisch nicht verzichten, aber wenig und gut davon essen. Auch gutes Brot ist mir wichtig. Daher mache ich mit.“ Der Weg von Lobetal, wo sie arbeitet, nach Bernau sei kein Problem.

Giseltraut Sabeh vom Hof in Blumberg füllt den Korb von Sarina Haucke mit frischem Salat und Gemüse. Ihre Tochter Elena mit feschem Strohhut staunt über den Trubel. „Wir wohnen gegenüber, für uns ist das eine Supersache“, berichtet die junge Mutter. Da macht der Einkauf noch mehr Spaß.

Auf die Beine gestellt hat nach einigen Versuchen die 51-jährige Bernauerin Kathrin Görne das Konzept. In einer Berliner „Marktschwärmerei“ schaute sie sich zuvor um. In einer Art modernem Wochenmarkt schwärmen die Kunden aus. Was sie kaufen möchten, klicken sie zuvor im Internet an und bezahlen dort auch. Mit einer Nummer versehen geht es dann zur Abholstation an der Post. Immer mittwochs ab 18 Uhr wird der virtuelle Wochenmarkt dann Realität in Bernau.

Weite Transportwege entfallen, gekauft wird, was in der Region entsteht. Biodiversität ist das Schlagwort, Nachhaltigkeit ebenso. Der Erzeuger stellt die Ware nur anhand der Bestellung zusammen, am Ende wird nichts weggeworfen. Lebensmittel kommen per Knopfdruck über das Internet von den Erzeugerbetrieben aus der Region in den Einkaufskorb. Plastik wird weitgehend vermieden, die Kunden bringen ihre Gefäße und Körbe gleich mit. Mindestbestellmengen gibt es nicht.

Geplant ist künftig ein Lieferservice per Lastenfahrrad innerhalb der Stadt Bernau.

www.marktschwärmer.de

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