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Berliner Ring stundenlang voll gesperrt / Zwei Lkw-Fahrer starben noch vor Ort

Polizei
Zwei Tote bei Unfall auf der A10

Zwei Tote: Bei diesem Unfall am Montagmorgen starben zwei Menschen. Die Autobahn in Richtung Hamburg blieb bis zum Abend gesperrt.
Zwei Tote: Bei diesem Unfall am Montagmorgen starben zwei Menschen. Die Autobahn in Richtung Hamburg blieb bis zum Abend gesperrt. © Foto: Tilman Trebs
Andrea Linne / 14.05.2018, 22:30 Uhr - Aktualisiert 15.05.2018, 08:10
Bernau Der tragische Verkehrsunfall auf der A 10, bei dem am Montag zwei Menschen ums Leben kamen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Region. In dem Unfall nahe der Anschlussstelle Birkenwerder waren vier Lastwagen verwickelt. Die Autobahn war für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Rückstau reichte bis in den Landkreis Barnim hinein und dauerte bis zum Abend an.

Nach Informationen von Polizeisprecher Toralf Reinhardt war nach ersten Erkenntnissen der Beamten vor Ort ein Lkw offenbar ungebremst in ein Stauende gefahren. Dabei wurde der Fahrer in seiner Kabine eingeklemmt. Der vor ihm befindliche Lastwagen wurde dann auf einen dritten Lkw und dieser wiederum auf einen vierten Lastwagen geschoben. „Der Lkw-Fahrer, der aufgefahren ist, und der Lkw-Fahrer unmittelbar vor ihm verstarben noch vor Ort und konnten zunächst nicht geborgen werden“, so Toralf Reinhardt. Ein weiterer Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Als Unfallursache geht die Polizei derzeit von „Unachtsamkeit des auffahrenden Lkw-Fahrers“ aus.

Der Verkehr wurde über die Anschlussstelle Birkenwerder umgeleitet, die Polizei empfahl Autofahrern über die sozialen Netzwerke, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren, da sich bereits auch auf den Umfahrungen in alle Richtungen längere Staus gebildet hatten. Die Kolonnen an Fahrzeugen schoben sich durch das gesamte Umland Auch im Landkreis Barnim lösten sich die Staus nur langsam auf, zum Teil ging es auf den Straßen noch bis in die Abendstunden hinein nur langsam vorwärts.

Vor Ort mussten Beamte Bußgeldverfahren gegen mindestens drei Lkw-Fahrer aussprechen und einleiten, da diese den Unfallort „in voyeuristischer Art und Weise mit dem Handy gefilmt haben“, wie Polizei-Sprecher Toralf Reinhardt auf Nachfrage bestätigte. Die Rettungskräfte vor Ort fühlten sich dadurch erheblich behindert, was inzwischen auch geahndet wird. (til/oti)

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