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Das beschlossene Leitbild für Biesenthal soll jetzt mit konkreten Projekten untersetzt werden / Bildung eines Seniorenbeirats

Leitbild
Ein Katalog mit Ideen für zwei Jahrzehnte

Olav Schröder / 17.05.2018, 06:45 Uhr
Biesenthal (MOZ) Drei Säulen umfasst das neue Leitbild für Biesenthal, das die Stadt durch die kommenden zwei Jahrzehnte begleiten wird. Die Stichworte „Natur – Park – Stadt“, die auch als „Naturparkstadt“ verstanden werden können, sollen Orientierung für die weitere Entwicklung geben. Erste Umsetzungen zeichnen sich ab.

Vor mehr als einem Jahr begann die Arbeit an dem künftigen Leitbild, in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde es beschlossen. Der Kreis der Beteiligten war groß. Es fanden Arbeitsgruppen und Bürgerversammlungen statt, zu denen teilweise per Postkarte eingeladen wurden und so mehr als 100 Besucher kamen. Interessierte Bürger brachten die Themen ein, auf die sie Wert legten und die zeigen, was aus ihrer Sicht Biesenthal ausmacht. Das Büro Stadtlandprojekte mit dem Stadtplaner Georg Balzer wurde einbezogen und eine große Fragebogenaktion über das Internet und das Amtsblatt durchgeführt. Neben anderem ging es dabei um Fragen nach dem Arbeitsort, nach der Nutzung von Verkehrsmitteln und wie gut sich die Anwohner informiert sehen.

„Beim Straßenausbau haben viele Bürger mehr Mitsprache und frühzeitigere Informationen gewünscht.“, sagt Biesenthals Bürgermeister Carsten Bruch (CDU). Auf den Wunsch nach mehr Partizipation, so wie er in der Leitbildiskussion vorgebracht wurde, soll entsprochen werden. Carsten Bruch verweist  beim Thema Straßenbauu auf die Überarbeitung der Prioritätenliste im Bauausschuss. Darüber hinaus werde im Wohngebiet „Birkenallee“ die Eichenallee vom Investor in diesem Jahr gebaut. Die Stadt wolle ihrerseits die Birkenallee mit einem Nachtragshaushalt beschließen, so dass die Straße, wenn irgend möglich, gleichfalls noch 2018 gebaut werden könne.

Als ein Plus, mit dem Biesenthal noch weiter wuchern kann, werden die Grüngestaltung und die  Einbeziehung der Natur gewertet. Baumpflanzungen und Blumen prägen die Stadt. „Und man ist eigentlich von überall in der Stadt nur wenigen Minuten im Wald“, so Bruch. ein Nachholbedarf sei für den Stadtpark festgestellt worden. Doch die Umsetzung sei bereits in Angriff genommen worden, Vorschläge wurden im Bauausschuss vorgestellt. Allerdings würden hierfür noch Fördermittel benötigt.

Für die nachwachsende Generation werde viel gemacht. Der Bürgermeister verweist zum Beispiel auf den geplanten  Kita-Neubau. Und im Leitbild werde auch ausdrücklich die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum in zentraler Lage berücksichtigt. In Gesprächen sei allerdings auch deutlich geworden, dass sich Senioren mehr Einflussmöglichkeiten auf das Stadtgeschehen wünschten, so Bruch. Er habe daher angeregt, dass mit der Kommunalwahl im nächsten Jahr und der Bildung einer neuen Stadtverordnetenversammlung ein Seniorenbeirat gebildet werden soll. Der Vorschlag wurde aufgegriffen, so dass die politische Teilhabe älterer Menschen an kommunalen Entscheidungen gestärkt werde. Die konkreten Modalitäten zur Bildung des Beirates bereitet die Amtsverwaltung vor.

Als besonders angenehm wird in Biesenthal das ruhige und nur leichte Wachstum empfunden. Auch für die Zukunft werden keine riesigen Baugebiete gewünscht, so Bruch. Die Bemühungen um Arbeitsplätze kleineren mittelständische Unternehmen laufen. So könne auch die Pendlerzahl verringert werden.

Positiv werde der große Anteil der Vereine und Sportverein am kulturellen Leben in der Stadt gesehen. Das Märkische Backhofenfest in Danewitz, das Wukenseefest, das Straßenmusikerfest und der Regionalmarkt hätten sich seit vielen Jahren etabliert.

Damit aus den Festlegungen des Leitbildes konkrete Projekte werden, soll nun eine integrierte Stadtentwicklungskonzeption erarbeitet werden. Sie könnte 2019 fertig erarbeitet werden. Dies hätte den Vorteil, so Bruch, dass nicht nur die aktuelle Stadtverordnetenversammlung, sondern auch die neue in die Entscheidungsfindung einbezogen werde.

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