Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Union Klosterfelde verliert im Kampf um dem Klassenerhalt das Derby gegen Einheit mit 0:4

Fußball
Ersten Matchball verpasst

Laufduell: der Klosterfelder Raif Yaman (links) und Tom Schneider
Laufduell: der Klosterfelder Raif Yaman (links) und Tom Schneider © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 04.06.2018, 05:30 Uhr
Klosterfelde. Im Barnim-Derby der Fußball-Brandenburgliga unterliegt Union Klosterfelde den Gästen von Einheit Bernau klar 0:4. Ein herber Rückschlag für Union, sollte mit einem Sieg eigentlich der Klassenerhalt perfekt gemacht werden (MOZ) Mit drei Punkten hätte Klosterfelde auch rechnerisch den Nichtabstieg perfekt. Lähmte dieser Druck die Gastgeber? Manchmal hatte man den Anschein.

Die Bernauer Gäste störten gleich nach Anpfiff früh und energisch und ließen so zu selten Spielfluss bei Union aufkommen. Dagegen lief der Ball in den eigenen Reihen sehr sicher. Auch, weil Klosterfelde sehr abwartend agierte. Die erste gefährliche Aktion im Spiel hatte Union. Raif Yaman wurde in die Spitze geschickt, im Zweikampf mit Tom Schneider fiel der Klosterfelder im Gästestrafraum – doch kein Pfiff, keine Diskussionen und Abschlag Bernau (4.). Auf der Gegenseite fiel wenig später Maximilian Walter mit Elfmeterpfiff im Sechszehner der Platzherren. „Ein klares Foul von Norman Jechow, da gab es nichts zu diskutieren“, mussten auch die Klosterfelder nach Spielschluss zugeben. Christopher Griebsch verwandelte sicher zum 1:0 für Einheit (9.). Zwischen den Strafräumen spielte sich in der Folge hauptsächlich das Geschehen auf dem Rasen ab. Richtig zwingende Aktionen gab es kaum, wobei Klosterfelde immer besser ins Spiel kam. Nach einem Freistoß von Morten Jechow von der rechten Außenbahn flog Michael Lalentin in Höhe Elfmeterpunkt in die Hereingabe, doch der Kopfball verfehlte das Bernauer Tor knapp (20.). Kurz vor der Pause lenkte Niklaas Seifarth im Einheit-Tor noch einen Schuss von Jerome Ehweiner zur Ecke (42.). Dann beendete der Pausenpfiff eine an Torchancen arme, aber trotzdem von beiden Mannschaften recht flott vorgetragene erste Halbzeit.

Auch nach dem Wechsel kombinierten beide Teams schnell, doch meist nur bis weit vor dem anderen Strafraum. In zwei, drei Situationen konnte sich Yaman in der Spitze gut durchsetzen, blieb aber im Abschluss glücklos. Einheit störte weiter energisch und nach einem Einwurf landete über mehrere Stationen der Ball beim freistehenden Marvin Dumke, etwa 10 Meter vorm Klosterfelder Tor. „Wahnsinn, ich habe voll draufgehalten und der Ball landete im Tor“, sagte der 21-jährige Abwehrspieler aufgeregt und strahlend vor Glück nach der Partie zu seinem ersten Tor für die Bernauer (63.). Das sei der Knackpunkt im Spiel gewesen, waren sich auch beide Trainer nach Spielschluss einig. Fehler im Spielaufbau und viel Unsicherheiten schlichen sich vermehrt nun bei den Platzherren ein. Einheit nutzte die Einladungen gern für schnelle Gegenzüge. Einen Ball in die Spitze schnappte sich kurz darauf Ricky Ziegler, der Alexander Rathmann im Laufduell stehen ließ und freistehend zum 3:0 vollendete (66.).  Zietgler setzte dann auch nach einem Fehlpass in der Klosterfelder Abwehr den Schlusspunkt im Spiel. Mit einer Körpertäuschung  verlud er wiederum freistehend Union-Keeper Dennis Tietz und schob den Ball zum 4:0 ins Netz (70.). Union kann man anschließend zugutehalten, dass sie trotz einem Vier-Tore-Rückstand bis zum Schlusspfiff nicht aufstecken, jedoch auch nichts Zählbares mehr zustande brachten.

„Wir haben verdient verloren. Es lief nicht viel zusammen bei uns“, sagte völlig niedergeschlagen Jerome Ehweiner. Richtig glücklich dagegen war Einheit-Coach Nico Thomaschewski. „Ab dem 2:0 haben wir überragend gespielt und auch verdient gewonnen. In der ersten Hälfte haben wir zu viele Bälle verloren. Insgesamt war es ein sehenswertes Spiel.“  Auch Union-Boss Rolf Weinhold erkannte ohne Umschweife an: „Bernau hat clever gespielt und hochverdient gewonnen.“ Doch stand ihm der Schreck über diese Niederlage ins Gesicht geschrieben. Ganz professionell sachlich ging Gerd Pröger das Resümee der Partie an, obwohl es in ihm gekocht haben muss. „Wir haben zu viel Fehler gemacht und die wurden gnadenlos ausgenutzt. Ich denke, bis etwa zum 2:0 waren wir gleichwertig“, sagte Pröger und fügte noch hinzu: „Es bleibt spannend, doch wir haben den Klassenerhalt weiterhin selbst in der Hand.“

Union Klosterfelde: Tietz, Kraatz, Laletin, Rathmann, Jechow (72. Schlender), Jechow, Klaka, Nowark (72. Bluhm), Ehweiner, Yaman, Marz

Einheit Bernau: Seifarth, Makengo, Schneider, Dumke, Nkok, Lange, Griebsch, Gerhard (83. Manteufel), Lubega (76. Richter), Walter, Ziegler

Schiedsrichter: Justin Weigt (Wernsdorf) – Zuschauer: 198

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG