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Menschen aus Bernauer Ortsteilen fordern Radweg-Bau an der L 31

Radeln mit klarer Forderung

Raddemo vor dem Rathaus Bernau am 3.6.2018
Raddemo vor dem Rathaus Bernau am 3.6.2018 © Foto: Fabian Sauer
Fabian Sauer / 05.06.2018, 06:30 Uhr
Bernau Den Europäischen Tag des Fahrrades am Sonntag nutzten Einwohner aus Birkenhöhe, Birkholz und Birkholzaue, um mit einem Radkorso für den lange geforderten Fahrradweg entlang der Börnicker Landstraße und der L31 zu demonstrieren. Der Demonstrationszug startete am Vormittag von der Bushaltestelle am Börnicker Landweg in Richtung Bernauer Marktplatz. 160 Fahrradfahrer aus den südlichen Bernauer Ortsteilen - ältere wie jüngere Radler, aber auch ganze Familien - machten sich auf den gewöhnlich nicht ungefährlichen Weg.

Ortsvorsteherin Heidi Scheidt (Linke) hatte sich Unterstützung durch die Polizei gesichert. Die Einsatzkräfte sperrten Kreuzungen und sorgten für die amtliche Zählung der 160 Teilnehmer. Mit zwei Einsatzfahrzeugen wurde der ansehnliche Fahrradtross so den Börnicker Landweg entlang auf die Blumberger Chaussee und L200 eskortiert. Nach nicht einmal 30 Minuten Fahrt endete die Fahrrad-Demo auf dem Marktplatz vor den Stufen des Radhauses, wo Bürgermeister André Stahl die Radler in Empfang nahm. Zwar sei die Gemeinde Bernau auf der Landstraße nicht für den Bau eines Radweges zuständig, dies sei Kreissache. Allerdings habe die Kommune selbst die Möglichkeit, mit Nachdruck auf Sachverhalte und Probleme hinzuweisen. Trostpflaster: Das Grundflächenamt verhandele mit einigen Eigentümern entlang der Route bereits.

„Man merkt, dass die Initiative von Frau Scheidt, gerade auch in der Kürze der Zeit, einen Nerv getroffen hat. Die Menge zeigt, dass die Leute geduldig sind, aber nicht vergesslich ob der Schwachstellen im Radwegenetz“, findet Hildegard Bossmann. Als Zeichen der Solidarität ist die eigentlich im Stadtkern von Bernau beheimatete Stadtverordnetenvorsitzende bei der Fahrrad-Demo dabei. „Der fehlende Radweg drückt ja nicht nur die Leute in den südlichen Ortsteilen“, auch andere Bernauer nutzen die Route.

Initiatorin Scheidt bleibt skeptisch. „Der Bürgermeister hat uns versprochen, dass wir nicht vergessen werden“, zeigt sich die Ortsvorsteherin von Birkenhöhe erfreut, „aber da der Landkreis mit der Planung noch nicht angefangen hat, muss man vielleicht auch nach Alternativen schauen.“ Sie stellt klar: „Wir brauchen einen sicheren Radweg. Kindern möchte man die Fahrt nicht zumuten.“ 70 Kinder und Jugendliche gibt es allein in Birkholz. Viele radeln zur Schule. Der Zuspruch mache ihr aber Mut, für den Ortsteil weiterzukämpfen.

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