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In der Landesklasse rettet FV Eintracht Wandlitz durch Strafstoß in der 94. Minute Remis gegen Birkenwerder BC

Fußball
Elfmeter in der Nachspielzeit

LK-Nord zwischen Eintracht Wandlitz und Birkenwerder.Wandlitz in grüner Spielkleidung.Paul Roller (Wandlitz), Carsten Schmidt (BBC)
LK-Nord zwischen Eintracht Wandlitz und Birkenwerder.Wandlitz in grüner Spielkleidung.Paul Roller (Wandlitz), Carsten Schmidt (BBC) © Foto: Ingo Muhme
Ingo Muhme / 12.06.2018, 05:00 Uhr
1 Im letzten Heimspiel in der Fußball-Landesklasse kommt Eintracht Wandlitz wieder nicht zu einem Dreier und somit auch nicht zu einem versöhnenden Saisonabschluss auf heimischem Platz. Mit 2:2 trennte man sich vom Birkenwerder BC.

Lange Zeit geriet die Begegnung jedoch in den Hintergrund, denn Eintracht Trainer Jürgen Beyer hatte vor Spielbeginn mit einem Paukenschlag aufgewartet. „Ich habe der Mannschaft in der Besprechung mitgeteilt, dass ich zum Ende der Saison meine Tätigkeit als Trainer in Wandlitz beenden werde.“ Dabei betonte er ausdrücklich, dass dies nichts mit den negativen Ergebnissen in der Rückrunde zu tun hat. „Wandlitz ist ein toller Verein.“ Zu den genauen Beweggründen und einen Ausblick in seine sportliche Zukunft wollte er aber kein weiteres Statement abgeben.

Bei gefühlten 40 Grad auf dem Wandlitzer Kunstrasen bekamen die gut 50 Zuschauer ein „Magerkost-Spezial“ geboten, an dem besonders die Heimelf den größeren Anteil hatte. Im Verhältnis „Hitze zu Einstellung“ hatte Birkenwerder dann doch der Eintracht einiges voraus und konnte zumindest in der besseren Abschluss-Quote den knappen 0:1-Halbzeitvorsprung als eigenen Verdienst bezeichnen. Der defekten Rasenberegnungsanlage geschuldet, musste auf den kleinen Kunstrasen ausgewichen werden. Das taktische Geplänkel beider Seiten mit hoch stehenden Abwehrreihen begrenzte die Spielfläche in der Mitte auf ein Minimaß. So wurde nur mit langen Bällen operiert, bei denen sich der BBC durch Beneke, Porschatis und Lehmann mit sehr guten Möglichkeiten präsentierte. Einzig Eintracht-Keeper Marvin Senz hatte einen positiven Tag erwischt und konnte mit guten Paraden den möglichen Rückstand verhindern. Doch in der 39. Minute war er dann machtlos, als seine Abwehrkollegen schläfrig wirkten und Andy Lehmann die Möglichkeit nutzte, um sein Team nicht unverdient in Führung zu bringen.

Das Spiel wurde nach Wiederanpfiff nicht besser. Auffälligste Aktivposten blieben erst einmal nur die beiden Schiedsrichter-Assistenten mit unzähligen Abseitsentscheidungen, die schon die eine oder andere Diskussionsrunde eröffneten. Aber auch Referee Laszlo Hoffmann blieb nicht ungeschoren und musste sich bei seinen Urteilen noch einiges anhören. Birkenwerder hätte bei mehr Konsequenz die Partie frühzeitig entscheiden können. Mit den Temperaturen kochten auch die Emotionen hoch. Der berechtigte Foulstraf-stoß, den Dennis Plaumann souverän versenkte, machte die Partie endlich spannend und vor allem griffig (81.). Nur wenige Sekunden später kam Andy Lehmann im Wandlitzer Strafraum unsanft zu Fall, den fälligen Elfer versenkte der eingewechselte Gästetorjäger Ron Hass genauso abgeklärt.

Wandlitz wollte nicht verlieren und kam zu seiner nächsten Möglichkeit. Wieder war es ein Foul im Strafraum, welches einen Elfmeter nach sich zog. Doch diesmal versagten Plaumann die Nerven, Kyrill Kuhl hielt und auch der Nachschuss landete nur am Pfosten. (87.).

Damit nicht genug. Die 94. Minute war angebrochen und diesmal wurde Sebastian Huger unsanft beim Abschluss ausgebremst, was Strafstoß Nummer vier nach sich zog. Paul Roller übernahm die Verantwortung und machte mit seinem Ausgleich zum 2:2 den letzten Heimauftritt ein wenig erträglicher.

Birkenwerder haderte mit der Elfmeterentscheidung. „Unser Trainer ist kurzfristig krank geworden. Er hat sich einen Dreier gewünscht. Wir waren nah dran, es ist schon ärgerlich, dass wir durch eine Fehlentscheidung den Ausgleich kassiert haben“, zog BBC-Kapitän Steven Weigel sein Resümee. Der scheidende Wandlitzer Coach Jürgen Beyer sah einen guten Auftritt seiner Mannen. „Ich bin zufrieden. In den letzten Spielen waren wir schlechter. Ich denke, meine Bekanntgabe aufzuhören, hat keinen Einfluss gehabt.“

Wandlitz: Senz, Langrock, Specht (71. Miething), Gest, Plaumann, Baumann (88. Waznak), Rücker, Roller, Freitag, Liebich, Huger

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