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Im historischen Wandlitzer Ortskern könnten schon bald 14 barrierefreie Wohnungen entstehen

Bau
Wohnideen in der alten Schule

Architekt Christian Thommes stellt im Ortsbeirat Wandlitz sein Bauprojekt im alten Dorfkern von Wandlitz vor. Es sollengegenüber der Kirche  14 Wohnungen entstehen.
Architekt Christian Thommes stellt im Ortsbeirat Wandlitz sein Bauprojekt im alten Dorfkern von Wandlitz vor. Es sollengegenüber der Kirche 14 Wohnungen entstehen. © Foto: Hans Still
Hans Still / 13.06.2018, 06:45 Uhr
Wandlitz (MOZ) Der alten Wandlitzer Schule gegenüber der Kirche im historischen Ortskern steht womöglich eine neue Zukunft bevor. Der Architekt Christian Thommes stellt sich dort statt der früheren Klassenräume Wohnungen vor. Die bestehenden Gebäude sollen saniert werden und neue Bauten entstehen.

Generationsübergreifendes und barrierefreies Wohnen präsentierte Thommes den Mitgliedern im jüngsten Wandlitzer Ortsbeirat. Bauträger des Projektes wäre eine nicht näher benannte Genossenschaft, die bereits 25 ähnliche Projekte umsetzen konnte. Auf Anraten des Wandlitzer Ortsvorstehers Oliver Borchert wählte Thommes den Weg in den Ortsbeirat. Diese Form der frühzeitigen Information wurde vom Ortsbeirat durchaus mit freundlichem Interesse belohnt.

So scharten sich die Volksvertreter um die Baupläne, die Architekt Thommes mitgebracht hatte. Die größte Schwierigkeit, so führte er selbst aus, bestehe in den wichtigen Absprachen mit dem Denkmalschutz. Angesichts der Historie sei eben Etliches zu beachten und die Denkmalschützer frühzeitig zu befragen. Vorgestellt wurde eine Mischung aus sanierter Altbausubstanz und Neubauten, insgesamt soll es auf dem immerhin 3400 Quadratmeter großen Grundstück vier Komplexe geben.  „Die Scheune und die alte Schule stehen unter Denkmalschutz, dort werden die Eingriffe also reglementiert“ so Thommes, der bezüglich der Zukunftsfähigkeit der Scheune durchaus Zweifel hegt. „Vielleicht bleibt für die Scheune auch nur der Abriss, dann würden wir in der Kubatur der früheren Bebauung ein neues Gebäude errichten.“ Die alte Schule bleibe hingegen weitestgehend erhalten. 14 Wohnungen in der Größe von 50 bis zu 130 Quadratmetern plant Thommes, der selbst auch zu den künftigen Bewohnern gehören möchte. „Die Nachfrage ist groß, wir sind eigentlich schon ausgebucht“, kam der Architekt auf die wirtschaftlichen Seiten des Vorhabens zu sprechen. Auch seien Photovoltaikanlagen geplant.

Laut Borchert seien die Baupläne im Innenbereich des Ortes gut vorstell- und realisierbar. Seine Hinweise bezogen sich beispielsweise auf die Farbe der Ziegel, die laut Gestaltungssatzung im Dorf eben nicht grau, sondern eher rot oder gelb sind. „Mit der schrägen Traufe habe ich ein Problem, die Gestaltung ist in unserer Satzung nicht vorgesehen“, gab Borchert zu bedenken und damit den Rat, sich doch lieber rechtzeitig von dieser Idee zu verabschieden.

Tino Berbig empfand die Bebauung mit den zwei Neubauten hingegen zu kompakt und empfahl, diesen Bestand etwas zu strecken. Anhand der puren Zahlen wird deutlich, welche Veränderungen dem Grundstück bevorstehen, sofern die Baupläne auf Zustimmung stoßen. Derzeit ist eine Grundfläche von schätzungsweise 1400 Quadratmetern bebaut. Zirka 350 Quadratmeter bleiben aus dieser Substanz bestehen. „Es entstehen zirka eintausend Quadratmeter Grundfläche neu“, so die Annahme von Thommes. Die 14 Wohnungen würden modernen Anforderungen genügen und natürlich barrierefrei sein.

Dass die Gemeinde derartige Wohnungsangebote dringend benötigt, davon zeigte sich der gesamte Ortsbeirat überzeugt.

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