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Gesundheitstag an der Hochschule HNE / Olympiasiegerin Britta Steffen macht Studenten und Dozenten Beine

Gesundheitstag
Erste echte Holzmedaille für Britta Steffen

Viola Petersson / 14.06.2018, 13:26 Uhr - Aktualisiert 14.06.2018, 19:33
Eberswalde (MOZ) Sport statt BWL-Vorlesung. Laufen statt nur Gehirnjogging. Die Hochschule HNE hat am Mittwoch Studenten und Mitarbeiter zum 3. Gesundheitstag eingeladen – und zu einer Extra-Trainingseinheit. Mit einem prominenten Coach: Schwimmolympiasiegerin Britta Steffen.

Am Ende gab es nur Sieger. Die Studenten und Hochschulmitarbeiter hatten ihren Spaß und freuten sich über Erkenntnisgewinn abseits ihres Fachgebietes. Und Britta Steffen, Olympiasiegerin im Schwimmen 2008, die strahlte ob ihrer ersten echten Holzmedaille. Mehrfach, so verriet die 34-Jährige, habe sie 4. Plätze in ihrer Karriere belegt und sich damit über Blech oder Holz ärgern müssen. Über die Plakette der HNE, garantiert nachhaltig, konnte sich die frühere Spitzensportlerin indes tatsächlich freuen. Nicht nur, da sie Wirtschaftsingenieurwesen für Umwelt und Nachhaltigkeit studiert hat. Steffen, wie auch alle anderen Mitstreiter, haben die Holzmedaille für ihren Einsatz am Netz erhalten.

Mit einem Volleyballspiel hatten der prominente Gast sowie Präsident Professor Wilhelm-Günther Vahrson, vor wenigen Tagen wiedergewählt, den 3. Gesundheitstag an der HNE eröffnet. Und damit gleichzeitig offiziell den neu errichteten Mehrzwecksportplatz, die Freizeitanlage auf dem Waldcampus eingeweiht. Das Ergebnis war zweitrangig. Nach Punkten lagen zwar die Männer vorn. „Heute sind alle Gewinner“, bestätigte Vahrson, der sich sonst mit Laufen und Schwimmen fit hält.

Auf dem Programm standen verschiedene Angebote und Workshops – von Massage über Progressive Muskelentspannung bis zum Fußball-Match. Und einem Workout mit Britta Steffen. Bevor die einstige Weltklasseathletin den Eberswaldern im Rahmen des Programms der Krankenkasse Barmer „Spitzensportler bewegen Studierende und Mitarbeiter“ sozusagen Beine machte, sprach sie im Hörsaal über ihre Laufbahn, über Erfolge und Misserfolge, über Erkenntnisse und Motivation. Sie sprach über das harte Training, in besten Zeiten habe sie pro Stunde 175 Klimmzüge geschafft. Und 450 Liegestütze, verriet Steffen. Ein Raunen ging durch die Reihen. Teils anerkennend, teils völlig verblüfft.

Was trieb und treibt sie an?, wollten die Zuhörer wissen. Trotz aller Schinderei letztlich die Freude. Und ein bisschen Erfolg, der natürlich anspornt, so die gebürtige Schwedterin. Ihre wichtigste Botschaft lautet deshalb: Lächle täglich! Erhalte dir den Spaß. Dies gelte nicht nur für den Leistungssport.

Die Erfahrung, dass Sport (vor allem Ausdauersport) glücklich macht, u. a. weil Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Co. ausgeschüttet werden, die machen auch Studentin Justine Anika Valentin und Uwe Körner vom Fachbereich Holztechnik. „Ich brauche Sport einfach als Ausgleich“, sagte die 25-jährige Valentin, die Forstwirtschaft studiert und nebenbei Fahrrad fährt, schwimmt, mit Inlinern unterwegs ist ... Auf diesen Gesundheitstag habe sie sich „richtig gefreut“ und sich deshalb auch sofort für das Training mit Britta Steffen angemeldet. „Mal was anderes als nur Hörsaal.“ – „Beim Laufen kannst du deinen Gedanken freien Lauf lassen. Gleichzeitig kriegst du den Kopf frei“, erklärte Körner, der die Lehrtischlerei der HNE leitet und schon Marathons bestritten hat. Nebenbei spielt er Fußball in einer Hochschulmannschaft. In der Gruppe, da sei der Spaßfaktor einfach noch mal größer.

Britta Steffen wiederum, die nach Babypause in drei Monaten wieder verstärkt sportlich aktiv werden möchte, ist ein ganzheitlicher Ansatz wichtig. Eine Balance von Körper und Geist. Deshalb engagiere sie sich gern im Rahmen solcher Aktionstage.

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