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Die Anlage der Wege auf dem 17 Hektar großen Areal östlich der Bernauer Innenstadt soll die holprige Phase der Planung beenden

Stadtentwicklung
Bald trockenen Fußes in den Panke-Park

Panke-Park mit Lichtwald: Pappelmonokultur aus dem Wegekonzept (unten) der Stadt Bernau
Panke-Park mit Lichtwald: Pappelmonokultur aus dem Wegekonzept (unten) der Stadt Bernau © Foto: Stadt Bernau
Kerstin Ewald / 13.07.2018, 21:15 Uhr
Bernau (moz) Ein kürzlich von der Stadt vorgestelltes Wegekonzept für den Panke-Park will Bürgermeister André Stahl möglichst bald umsetzen - wegen der Fördermittel, aber auch, um mit dem Wegenetz einen Beteiligungsprozess von Bernauer Bürgern besser in den Griff zu bekommen.

„Absolute Priorität“ hat die Umsetzung der Wegeplanung im zukünftigen 17 Hektar großen Landschaftspark östlich der Innenstadt. Möglichst komplett umsetzen möchte Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) das Mitte Juni vorgestellte Konzept, um „die Gunst der Stunde zu nutzen“, die ihm den Weg zu Fördermitteln aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb gewiesen hat.

Um den Panke-Park herum soll es einen Rundweg geben. Vom Süden werden Besuchern, die den Rundweg entern wollen, drei Wege zur Wahl stehen. Dabei soll der Zugang von der Börnicker Chaussee Haupteingang werden. Ein anderer Südzuweg ist Übergang zum Einkaufszentrum Bahnhofspassage.

Über zwei Wege von Osten werden die zukünftigen Bewohner des sogenannten Panke-Bogens den Rundweg erreichen können. Soweit das städtische Konzept, zu dem es bei einer Sitzung der Projektgruppe Panke-Park Mitte Juni moderate Kritik gab. Unklarheit besteht noch, wie und ob die Natur innerhalb des Rundwegs für Besucher zugänglich werden soll.

2019 will der Bürgermeister auf jeden Fall mit dem Wegebau beginnen. In zwei Jahren, denkt Stahl, wird die geplante Kita im Süden der dann wahrscheinlich längst bezogenen Wohnhäuser des Panke-Bogens im Osten des Parkes fertig sein. Da nicht alle geplanten Wege auf städtischem Grund liegen, muss die Stadt erst einmal noch Land erwerben oder pachten. Und weitere Hindernisse warten auf Beseitigung, so sind diverses altes Gemäuer abzureißen, Schutt und Müll wegzuräumen.

Die sich aus dem Wegenetz ergebenden Felder sollen, so stellt es sich Stahl vor, zusammen mit den Bernauer Bürgern mit Leben erfüllt werden.

Die Bürgerbeteiligung in puncto Panke-Park lebt allerdings schon seit Langem. Dabei hat es gefunkt und geknistert. Schon seit 2002 hat eine Gruppe um Michael Junghans, zusammengeschlossen im Verein Panke-Park Kulturkonvent, enthusiastisch an dem Projekt gearbeitet und der Stadt Bernau immer wieder Vorschläge für das Gelände unterbreitet.

Die Wegeplaner vom Berliner Büro G+P ließen sich im Auftrag der Stadt bei ihrer Arbeit von den landschaftlichen Gegebenheiten leiten. Um die Naturschönheiten zu schonen, sollen Spazier- und Durchgangswege möglichst wenig die Natur beeinträchtigen. Darüber war auch auf der Sitzung der Projektgruppe Panke-Park diskutiert worden. So könnte nun möglicherweise statt Zugängen zu den schützenswerten Flächen im Inneren des Parks eine Art Beobachtungsinsel am Rundweg entstehen.

Und zu beobachten gibt es im Panke-Park Einiges. Insekten und Schmetterlinge lieben die jetzige Brache. Außerdem sind dort sogar Phänomene einer Nieder-Moorlandschaft zu betrachten. „Erlebniskanon der Natur“ nennen das die Planer, zu dem auch die Teiche Teufelspfuhl und Gottes Auge  gehören. Zumindest der Rundweg soll laut Planungskonzept beleuchtet sein und in der Breite genug Platz für Spaziergänger, Skater und Radler bieten.

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