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Carl Ulitzka setzte mit der Errichtung der Herz-Jesu-Kirche vor 110 Jahren ein „Zeichen des Glaubens“

Kirche
Pfarrer als Bauherr eines Gotteshauses

Erinnerung an Carl Ulitzka: Auch Kinder beteiligten sich mit Zeichnungen am Entstehen der Ausstellung über den Pfarrer. Mitglieder der Gemeinde und des Kirchenkreises eröffneten sie.
Erinnerung an Carl Ulitzka: Auch Kinder beteiligten sich mit Zeichnungen am Entstehen der Ausstellung über den Pfarrer. Mitglieder der Gemeinde und des Kirchenkreises eröffneten sie. © Foto: Angela Kowalick
Angela Kowalick / 03.09.2018, 06:30 Uhr
Bernau Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Bernau eröffnete der Förderkreis der Kirche am Sonntag eine Ausstellung über ihren Erbauer Pfarrer Carl Ulitzka (1873-1953). Péter Vida skizzierte das Leben Ulitzkas und seine vielfältigen Leistungen. In seiner nur neunjährigen Amtszeit in Bernau entstanden auch das Pfarrhaus und die katholische Kirche in Biesenthal.

Das bedeutendste Projekt ist der Bau der Herz-Jesu-Kirche. „Das Besondere an dieser Kirche ist,“ so Péter Vida, „dass sie aufgrund ihrer Größe und Gestaltung für eine Gegend mit einem sehr geringen Anteil an katholischen Kirchen als sehr, sehr groß wahrgenommen wird.“ Genau das sei Ulitzka ein Anliegen gewesen, um ein „Zeichen des Glaubens“ zu setzen.

Seit der Reformation hatte Bernaus katholische Gemeinde keine eigene Kirche, sondern versammelte sich im viel zu kleinen Missionshaus in der Tuchmacherstraße. Als der junge Pfarrer Carl Ulitzka 1901 nach Bernau versetzt wurde, beschloss er schon nach drei Tagen, dass die katholische Kirchengemeinde einen größeren Raum benötige. Nach einer Bauzeit von nur18 Monaten wurde die Kirche, die im typischen neugotischen Stil der Zeit errichtet wurde, im September 1908 eingeweiht.

Die zahlreichen, gut erhaltenen Bauunterlagen und Dokumente, die in der Ausstellung zu sehen sind, belegen, dass Ulitzka für alles zuständig war, berichtet Sabine Hein vom Förderkreis. Die Schaffenskraft dieses Mannes begeistert die katholische Gemeinde sehr. Bereits vor20 Jahren wurde ihm zu Ehren ein Teil der Breitscheidstraße in Ulitzkastraße umbenannt.

Mit der Ausstellung soll nun ebenfalls die Erinnerung an ihn wach gehalten werden. Sie zeigt auf vier großen Tafeln in Fotos, Texten und Dokumenten Ulitzka und sein Wirken als Schriftsteller, Pfarrer, Politiker, Seelsorger und Baumeister, aber auch als KZ-Häftling.

Die Ausstellung ist am 9. September ab 10 Uhr und am13. September zum 110-jährigen Jubiläum zu sehen.

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