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Basketball
In der Lok-Hölle geht es endlich wieder rund

Freut sich darauf, am Sonnabend endlich mal wieder sein team in heimischer Halle anführen zu können: Lok-Spieler Robert Kulawik
Freut sich darauf, am Sonnabend endlich mal wieder sein team in heimischer Halle anführen zu können: Lok-Spieler Robert Kulawik © Foto: Ricardo Steinicke
Ricardo Steinicke / 28.09.2018, 03:00 Uhr
Bernau Am Sonnabend wird die Erich-Wünsch-Halle endlich wieder in die berühmte Lok-Hölle verwandelt. Der SSV Lok Bernau trifft im ersten Heimspiel der 2. Basketball Bundesliga ProB auf die WWU Baskets Münster. Für die Basketball-Fans das Ende einer langen Durststrecke.

Während Aufsteiger Münster beim Ligaauftakt bereits den ersten Sieg einfahren konnte, brennen die Lok-Basketballer nach der Niederlage letzte Woche auf eine Leistungssteigerung vor heimischer Kulisse. Das Spiel beginnt am Samstag um 19 Uhr.

Die Trainingswoche der Bernauer Basketballer begann mit Fehlerlesen und einer deutlichen Ansprache von Lok-Coach René Schilling. Der schwache Auftritt beim Auftaktspiel in Sandersdorf war geprägt von „unnötigen Fehlern und der fehlenden Bereitschaft, um jeden Ball beim Rebound zu kämpfen. So haben wir uns selbst um die Möglichkeit gebracht, das Spiel für uns zu entscheiden“, analysierte Schilling.

Am Sonnabend reist der zweite Aufsteiger WWU Baskets Münster der 2. Basketball Bundesliga ProB Nordstaffel in die Hussitenstadt. Der Neuling wird mit viel Selbstvertrauen und Rückenwind in Bernau auflaufen. Die Premiere gegen die Dresden Titans vor einer Woche hat Münster vor über 1500 Zuschauern in der heimischen Sporthalle Berg Fidel mit 63:61 gewonnen. Auch wenn die Lok-Basketballer wieder als Favorit in das Spiel gehen, sollten sie vor dem Kampfgeist der Gäste gewarnt sein.

Die WWU Baskets Münster sind als Meister der Regionalliga West in die ProB aufgestiegen. Obendrein hat die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein in der letzten Saison mit dem WBV-Landespokal auch das Double gewonnen.

Das Aufstiegsteam wurde im Sommer für die „Mission Klassenerhalt“ gezielt verstärkt. US-Aufbauspieler Joseph Cooper bringt viel Physis mit und überzeugte bereits im ersten Saisonspiel mit zwölf Punkten, sieben Rebounds, vier Assists und drei Steals. Aus der ProB Süd von den Dragons Rhöndorf holten die Müsteraner mit Anton Geretzki einen starken Nachwuchsspieler ins Team. Weiterhin gehören noch erfahrene Akteure wie der letztjährige Münsteraner Topscorer Jan König sowie die beiden ProA-erfahrenen Spieler Stefan Weß (Chemnitz) und Leo Padberg (Paderborn) zum Aufgebot der Gäste.

Die Lok-Korbjäger versprechen im Heimdebüt am Sonnabend eine Leistungssteigerung. Alba-Talent Kresimir Nikic war zuletzt wegen einer Muskelzerrung ausgefallen, konnte in dieser Woche aber wieder mit leichtem Training beginnen. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

Lok-Coach René Schilling: „Unser Fokus liegt darauf, die vielen kleinen Fehler abzustellen und sich auf alle Fälle beim Rebound zu steigern – und das in jeder Phase des Spiels, egal ob wir die Würfe treffen oder nicht. Nur wenn wir das schaffen, können wir Spiele wie das am Samstag gegen Münster gewinnen.“

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