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Verkehrsbelastung am Schönfelder Weg treibt Bewohner des Nibelungenviertels um

Verkehr
150 Unterschriften in zwei Stunden

Für Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung:  Thomas Strese (BVB/Freie Wähler) sammelt am Freitag im Schönfelder Weg Unterstützerunterschriften. Monique Sievers unterschreibt.
Für Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung:  Thomas Strese (BVB/Freie Wähler) sammelt am Freitag im Schönfelder Weg Unterstützerunterschriften. Monique Sievers unterschreibt. © Foto: Wolfgang Rakitin
Sabine Rakitin / 08.10.2018, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) Bernau. Die Klagen der Bewohner des Nibelungenviertels über den Verkehr auf dem Schönfelder Weg, insbesondere durch Lkw, die aus dem Gewerbegebiet am Ende der Straße kommen beziehungsweise dorthin fahren, reißen nicht ab. Viele sehen vor allem die Kinder aus der Grundschule an der Hasenheide und der benachbarten Nibelungenschule gefährdet. Und sie befürchten weitere starke Verkehrsbelastungen,  wenn die 640 Wohnungen im Pankebogen fertiggestellt und bezogen sind.

So hatten Péter Vida und Thomas Strese (beide BVB/Freie Wähler) sowie ihre Mitstreiter aus Nibelungen wie Sabine Gellenthin und Familie Bürger am Freitagmittag bei ihrer ersten Unterschriftensammlung vor der Grundschule keine Schwierigkeiten. Innerhalb von zwei Stunden unterzeichneten an die 150 Bernauer die Forderung nach Sofortmaßnahmen zur Verkehrsberuhigung im Schönfelder Weg. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion BVB/Freie Wähler für die Novembersitzung der Stadtverordnetenversammlung bereits eingereicht. Er sieht vor, den LKW-Verkehr durch den Schönfelder Weg zu untersagen. Zugleich sollen ein Hinweisschild samt Geschwindigkeitsmessung an der Grundschule an der Hasenheide aufgestellt und Tempo-30-Piktogramme auf die Fahrbahn aufgebracht werden. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden bis Ende Oktober weitere Unterstützerunterschriften gesammelt.

Bei der Interessengemeinschaft Südstadt, die sich im vergangenen Jahr zusammenfand, um die Bewohner des Stadtteils jenseits der Bahnhofspassage zu vertreten - dazu gehört neben Nibelungen auch das „Sternenviertel“ (Bernau-Süd) - löst der Aktionismus von BVB/Freie Wähler Verwunderung aus. „Die Firma Hoffmann ist bereits dabei, ihren Firmensitz in die Albertshofer Chaussee zu verlegen“, erklärt Andreas Neue, einer der Mit-Initiatoren der IG Südstadt. Auf dem Gelände des derzeitigen Firmensitzes würde dann ein Wohnpark entstehen. „Jens Hoffmann ist Mitglied der IG Südstadt. Er wird für einen Betonpoller sorgen, so dass Lkw am Schönfelder Weg nicht mehr durchkommen“, sagt Neue. Am 10. Oktober wollen er und seine Mitstreiter in einer Runde mit Bürgermeister André Stahl ihre konzeptionellen Vorschläge zur Verkehrsplanung in der Südstadt vorstellen. Dabei werde es auch um die Auswirkungen gehen, die die neue Ladestraße auf den Kreisverkehr an der Bahnhofspassage und für das „Sternenviertel“ habe, kündigt Andreas Neue an.

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