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Baubeginn auf den 22. Oktober festgelegt

Behinderung
Sperrung der B109 in Richtung Barnim amtlich

Symbolfoto
Symbolfoto © Foto: pixabay
Hans Still / 12.10.2018, 09:30 Uhr - Aktualisiert 12.10.2018, 15:49
Wandlitz Nun ist es amtlich: Das Land Berlin beginnt am 22. Oktober mit der Sanierung der B 109 in Richtung Barnim. Damit wird bis zum 10. März 2019 die Schönerlinder Straße voll gesperrt.

Die nächste Sitzung im Schönerlinder Ortsbeirat könnte turbulent werden: Am 18. Oktober kommt das Gremium zusammen (18 Uhr), vier Tage später sperrt das Land Berlin die B 109, um den 1,3 Kilometer langen Teilabschnitt von der Einmündung „Am Vorwerk“ bis zum Abzweig Schönerlinder Chaussee zu erneuern. Ein halbes Jahr lang bekommen die Baufirmen Zeit, um beispielsweise die Fahrbahn inklusive der Entwässerungsanlagen beiderseits der Straße zu sanieren. Die Geh- und Radwege erfahren eine Sanierung beziehungsweise werden komplett neu angelegt. Ebenfalls auf dem Plan: Die Erneuerung der Knotenpunkte am Vorwerk und der Schönerlinder Chaussee. Und schließlich plant die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB baubegleitend die Schrankenanlage zu erneuern.

Eigentlich gute Nachrichten, wären da nicht die leidigen Umleitungen, die beispielsweise Wolfgang Sasse vom Schönerlinder Ortsbeirat den Schweiß auf die Stirn treiben. „Die Auto- und Lkw-Fahrer werden doch die kürzeste Umleitung nehmen. Die führt direkt über unsere Straße vor dem Haus“, moniert Sasse, der am Beginn der Schönerlinder Bahnhofstraße wohnt. Anhand bisheriger Erfahrungen fürchten die Anwohner dieser Anliegerstraße das Schlimmste. Eigentlich sollten dort Lkw nicht durchfahren, sofern sie nicht Waren anliefern. Diese Vorschrift wird schon heute täglich mehrfach gebrochen, die Straße wird als das genommen, was sie nicht ist: als normale Fernverkehrsstraße, um das Baugeschehen in der Region geschickt zum umfahren.

Dabei schlägt das Land Berlin eine Umfahrung vor. Da mit erheblichen Verkehrseinschränkungen zu rechnen sei, empfiehlt Berlin, den Baubereich weiträumig zu umfahren. Mögliche Ausweichstrecken wären die B 96 und die B 96a mit dem Anschluss 33 an die A 10 in Birkenwerder, die Landesstraße 21 mit dem Autobahnanschluss in Mühlenbeck/Summt sowie über die B2 mit der Autobahnanschluss Weißensee.

Für die ortsnahe Umgehung orientiert der Nachbar auf die Hobrechtsfelder Chaussee mit Anbindung an die Bucher Straße und die Schönerlinder Chaussee. Zumindest die Radfahrer und die Anwohner können aufatmen: Trotz der Vollsperrung bleiben einerseits die Zufahrten der Anlieger nutzbar, gleiches gilt für die Radwege.

Als problematisch wird sich sicher die Ausweichstrecke über den Alten Heerweg in Schönerlinde erweisen. Nicht nur Ortsbeirat Sasse erwartet, dass diese Piste nun den B 109-Verkehr aufnehmen muss. „Die Straße hätte längst saniert werden müssen, die Gemeinde kommt mit ihren jüngsten Bemühungen wohl etwas zu spät“, kritisiert er. Dieser Unmut könnte am 18. Oktober gleich mehrfach zu hören sein. Auch Ortsvorsteher Frank Liste ist der Meinung, der Alte Heerweg sei jahrelang ein Sanierungsfall. Allerdings legte die Wandlitzer Gemeindeverwaltung erst jüngst eine Eilvorlage vor, um sich bei den Gemeindevertretern die Zustimmung zum Ausbau zu sichern. 350 000 Euro stehen zur Verfügung. Ob innerhalb kurzer Frist gebaut werden kann, das hofft der Ortsbeirat ebenfalls zu erfahren. Seitens der Gemeinde hieß es, in der nächsten Woche würden alle Verantwortlichen dazu zusammenkommen.

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