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Bernauer Kinder kümmert sich um den Fortbestand bedrohter Arten

Naturschutz
Nisthilfen für die Wildbienen

Haben schon einiges gelernt: Carlo (li.) und Toni besuchen die Bernauer Kita „Kindergärtnerei“ und basteln gern mit.
Haben schon einiges gelernt: Carlo (li.) und Toni besuchen die Bernauer Kita „Kindergärtnerei“ und basteln gern mit. © Foto: Klaus Kleinmann
Klaus Kleinmann / 13.11.2018, 07:00 Uhr
Bernau (MOZ) An der Bernauer Kita „Kindergärtnerei“ beschäftigen sich die Kinder neuerdings mit einem Wildbienen-Projekt. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat dafür Fördergelder des Landes Brandenburg bekommen, sodass die Finanzierung nun gesichert ist.

„Kriegen die Wildbienen ganz viele Kinder?“, fragt eine von den Kleinen, und alle aus Anne-Christin Völkers Gruppe an der Kita „Kindergärtnerei“ nicken andächtig. Sie sind mächtig stolz auf das, was sie tun: Sie sortieren nämlich Abschnitte von Bambusstangen in leere Konservendosen, die sie schon sehr hübsch dekoriert haben. Jonathan Etzold vom Nabu erklärt ihnen, dass man die Röhrchen in unterschiedlicher Stärke verwenden muss, weil es ganz viele verschiedene Wildbienen gibt, recht große und winzig kleine. Sie werden  ihre Eier in die Röhrchen legen, und jede Biene soll eine passende Größe finden. Die Kinder sind hoch konzentriert bei der Arbeit.

In die Büchse wird unten Gips hineingegossen, und wenn der abbindet, stecken die Bambusröhrchen fest. Jetzt wird ein Draht daran gebunden, dann kann man die „mobile Wildbienennisthilfe“ zu Hause an einem trockenen Ort anbringen und sich im nächsten Frühjahr freuen, wenn die Wildbienen die Röhrchen anfliegen und nutzen.

Wildbienen brauchen besonderen Schutz, erklärt Ronald Kruvinus, der das Projekt mitbetreut. Die meisten von ihnen, es gibt zirka 500 Arten, brauchen ein intaktes Ökosystem. Sie sind oft hoch spezialisiert auf bestimmte Nistplätze und bestimmte Pflanzen, von denen sie sich ausschließlich ernähren. Nistplatz und Nährpflanzen müssen nah beieinander liegen, weil die meisten Wildbienen nur kurze Strecken zurücklegen können. Als Bestäuber von Pflanzen und auch als Beute für andere Tierarten sind sie aber von großer Bedeutung. Ziel der Aktion ist es, den Kindern schon jetzt ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass man pfleglich mit der Natur umgehen muss. Sie sollen ihr Wissen über die Natur vertiefen und können dann entsprechend handeln.

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