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Zum nächsten Schuljahr soll eröffnet werden

Kinderbetreuung
„Querfeldein“ – neue Kita wird gerade gebaut

Das wird kein Schwimmbecken: Michael Gall von City Haus zeigt das Fundament für den Lichthof der Kita.
Das wird kein Schwimmbecken: Michael Gall von City Haus zeigt das Fundament für den Lichthof der Kita. © Foto: Kerstin Ewald
Kerstin Ewald / 14.11.2018, 08:00 Uhr
Werneuchen (MOZ) Ab Herbst 2019 soll Werneuchen eine weitere Kita bekommen. 72 Kinder können dann dort betreut werden. Zeit, Raum und Ruhe zum Spielen werden groß geschrieben in der neuen Einrichtung.

Ein traumhaftes Gelände haben die Stadt und der Investor City Haus für den neuen Kindergarten ausgewählt: Ein kleines Wäldchen und Felder schließen an das 4500 Quadratmetern große Grundstück am Ende der Landsberger Straße an. Die Kinder werden von hier aus gut ihre Streifzüge in die Natur starten.

Doch vorerst wird noch gebaut. Gerade sind die Arbeiten an den Fundamenten im Gange. „Hier entsteht unser Atrium“, erklärt Michael Gall, der Geschäftsführer bei City Haus und zeigt auf ein Quadrat mit am Boden liegenden Steinen. „Atriumbauweise“ bedeutet in diesem Fall, dass die Räume der neuen Einrichtung rund um einen Innenhof angelegt werden. Das Gebäude bekommt so Licht und Luft von vielen Seiten. Damit es wiederum Kindern und Pädagogen später im einstöckigen Bungalow nicht zu luftig wird, wird zweischalig gebaut mit einer Kerndämmung – solide also. Kostenpunkt alles in allem voraussichtlich zwei Millionen privat finanzierte Euros. Für die Stadt ist der Bau dadurch kostenneutral.

„Eigentlich wollten wir unser Konzept für den Neubau eng anlehnen an die ‚Wilde Wiese’ in Wegendorf“, erzählt Michael Gall von City Haus. Seine Firma ist Investor und Bauherrin und wird die Anlage später an den Träger Querfeldein verpachten. Nach erster amtlicher Prüfung des Entwurfs wurde allerdings klar, berichtet Gall, dass nochmal komplett neu gedacht werden muss. Da sich in den letzten 15 Jahren die offiziellen Vorschriften für Kita-Neubauten derart verändert hatten, war an die bauliche Neuauflage der Wegendorfer Kita nicht zu denken. Nach den modernen Kriterien sollen die Räume heute besonders übersichtlich gestaltet sein, „ohne dunkle Ecken“, erläutert Gall. Auch werden besondere räumliche Anforderungen beispielsweise für die Frühförderung der Kleinsten gestellt.

„Eigentlich sind wir keine Kitabauer“, räumt Gall ein, „denn der ganze Realisierungsprozess eines Kindergartens sehr kompliziert.“ Er meint damit nicht nur die rechtlichen Vorgaben, sondern die mit dem Bau verbundenen politischen Entscheidungsprozesse, die ihm viel Kraft gekostet hätten. Doch da Werneuchen Engpässe bei der Kinderbetreuung hatte, sei Bürgermeister Burkhard Horn vor rund zwei Jahren auf Gall zugegangen und habe seine Unterstützung nachgefragt.

Heute, schon ein Jahr vor der voraussichtlichen Eröffnung, haben 50 Mütter und Väter  ihre Kinder angemeldet, berichtet Hannes Dyck, Geschäftsführer des Trägers Querfeldein. „Hier wird keine Luxuskita entstehen,“ erklärt Dyck, ausgebildeter Erzieher von Beruf. Auch der Elternbeitrag soll nicht höher werden, als bei anderen Einrichtungen, verspricht er. Gleichzeitig plädiert er für etwas Mäßigung und Schlichtheit bei der Ausstattung. Kinder brauchten, so Dyck, vor allem Zeit, Raum und Ruhe, keinen Luxus. Viele Spielsachen fänden sie in der Natur.

Was das Konzept der neuen Einrichtung angeht, wollen sich Dyck und seine Geschäftspartnerin Astrid Rekowski nicht auf eine besondere pädagogische Schule festlegen. „Wir mögen keine Dogmen“, erklärt Dyck, „wir werden uns von allem das Beste heraus picken, weil wir glauben, dass das für die Kinder am besten ist.“ – „Querfeldein“, wie der Trägername schon sagt.

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