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Kreditaufnahme zur Sanierung des Werbellinkanals bewilligt / 129 000 Euro für Investitionen eingeplant

Planung für 2019
Marienwerder beschließt Haushalt

Bauarbeiten am Kanal: In einer Woche steht eine wichtige Etappe zur Instandsetzung des Werbellinkanals auf dem Programm. dann soll die Bauabnahme der Innenseite erfolgen.
Bauarbeiten am Kanal: In einer Woche steht eine wichtige Etappe zur Instandsetzung des Werbellinkanals auf dem Programm. dann soll die Bauabnahme der Innenseite erfolgen. © Foto: Wolfgang Rakitin
Olav Schröder / 06.12.2018, 07:30 Uhr
Sophienstädt (MOZ) Einstimmig hat die Gemeindevertretung von Marienwerder den Haushalt für das kommende Jahr beschlossen. Außerdem wurde der vorgesehenen Kreditaufnahme in Höhe von 1,75 Millionen Euro zur Sanierung des Werbellinkanals gleichfalls einstimmig zugestimmt.

Mit der Verabschiedung des Haushaltes stehen im kommenden Jahr 129 000 Euro für Investitionen zur Verfügung. Dafür sollen unter anderem für die Schule Möbel, Schautafel, Schwebebalken, Smartboard und Notebooks sowie für den Kitabereich Außenfahrzeuge, Tische, Stühle, Erzieherstühle, Aktenschrank, Laptop und Betten für Krippenkinder erworben werden. Auf der Anschaffungsliste stehen Geräte für die Gemeindemitarbeiter, der Erwerb eines Teilgrundstücks sowie ein Zuschuss für die digitale Gremienarbeit. Ein solcher  wurde auch in anderen Gemeinden eingeplant und ist für die Ausstattung neu gewählter Gemeindevertreter nach der Kommunalwahl im kommenden Jahr gedacht. Auf die investive Amtsumlage entfallen knapp 80 000 Euro. An Einnahmen können in diesem Bereich investive Schlüsselzuweisungen in Höhe von knapp 33 000 Euro verbucht werden.

Der Ergebnishaushalt weist für das kommende Jahr ein Minus von rund 70 000 Euro auf. Den Einnahmen in Höhe von 3,17 Millionen Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 3,24 Millionen Euro gegenüber. In den folgenden Jahren werde der Ergebnishaushalt jedoch wieder mit einem Plus abschließen, erläuterte Kämmerin Kathleen Reinhardt-Jess. Der Haushalt könne daher auch in der vorliegenden Form beschlossen werden. Zudem verfüge die Gemeinde Marienwerder über eine Rücklage.

Die Kostensteigerungen sind laut Haushaltsbericht vor allem der Einführung der Vollverpflegung im Bereich der Kindertageseinrichtungen geschuldet. Es sei jedoch davon auszugehen, dass mit der neuen Beitragskalkulation und den damit verbundenen höheren Elternbeiträge eine Minimierung des Defizits eintreten werde.

Erhöhungen sind im kommenden Jahr bei den Gewerbesteuereinnahmen und dem Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer ebenso zu erwarten wie ein Plus bei den Schlüsselzuweisungen. Dem stehen höhere Personalausgaben und sogenannte Transferleistungen an den Kreis und das Amt gegenüber.

Der voraussichtliche Zahlungsmittelbestand am Ende des Jahres wird 274 000 Euro betragen.

Für die Grundschule in Marienwerder konnte Amtsdirektor André Nedlin eine positive Nachricht überbringen: Die Wandlitzer Gemeindevertretung hatte die weitere Beschulung der Kinder aus Zerpenschleuse in Marienwerder beschlossen. Die Vereinbarung gilt ab dem Schuljahr 2019/2020 und ist für fünf Jahre vorgesehen.

Außerdem hat die Gemeindevertretung einer Kreditaufnahme in Höhe von  1,75 Millionen Euro für die Sanierung des Werbellinkanals zugestimmt. Diese war bereits im ersten Nachtragshaushalt für das Jahr 2017 beschlossen worden.

Die Gesamtsumme der Sanierung beläuft sich nach Angaben der Verwaltung auf mehr als 3,4 Millionen Euro. Der Zuschuss des Landkreises zu der Sanierung über 350 000 Euro wurde bereits überwiesen. Die Sanierung muss bis Ende März 2019 abgeschlossen sein, um keine Fördermittel zurückzahlen zu müssen. Wie André Nedlin sagte, liegen die Arbeiten im Zeit- und Finanzrahmen. Am 13. Dezember ist ein Termin zur Bauabnahme der Innenseite des Kanals vorgesehen.

Außerdem befindet sich die Gemeinde in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Bauunternehmen, das für die Baumängel verantwortlich gemacht wurde. Hierzu wurde ein Termin am 11. Januar im Landgericht anberaumt. Um bei einer eventuellen Entschädigungszahlung durch das Bauunternehmen, den Kredit möglichst schnell auflösen zu können, wurde vorerst ein Darlehen mit variablem Zinssatz aufgenommen.

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