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Paul-Trenn-Straße in Ostende nach siebenmonatigem Ausbau übergeben / Anlieger trotz Schwierigkeiten im Vorfeld zufrieden

Freigabe
„Herbstbunt“ macht Sturzacker passierbar

Straße freigegeben: Planer Uwe Grohs (v. l.), Siegrid Reinecke, Bürgermeister Friedhelm Boginski und Christel Machunze haben das Band durchschnitten.
Straße freigegeben: Planer Uwe Grohs (v. l.), Siegrid Reinecke, Bürgermeister Friedhelm Boginski und Christel Machunze haben das Band durchschnitten. © Foto: Andreas Gora
MOZ / 07.12.2018, 07:00 Uhr
Eberswalde (MOZ) „Ich bin glücklich und froh. Auch wenn ich selbst nicht mehr so viel davon habe“, erklärte die 82-jährige Siegrid Reinecke aus der Paul-Trenn-Straße 2 am Donnerstag bei der Freigabe der Fahrbahn vor ihrer Haustür. Aber ein bisschen schon noch. Die Gummistiefel, die sie zum Passieren des vormaligen „Sturzackers“ angeschafft hatte, die können jetzt zumindest im Schuhschrank bleiben.

So holprig die Anliegerstraße in Ostende einst war, so holprig gestaltete sich auch das Ausbauprojekt. Die erste Ausschreibung 2017 musste wegen explodierender Kosten aufgehoben werden. Die zweite war zwar erfolgreich. Doch Schwierigkeiten und Mängel während der Bauphase verzögerten das Vorhaben. Planer Stefan Grohs verwies vor dem obligatorischen Banddurchschneiden unter anderem auf Materialfehler bei den Steinen für die Mittelrinnenentwässerung, sprach von einer schadhaften Produktionscharge, weshalb im Herbst die Steine noch einmal komplett ausgetauscht werden mussten. Die Probleme sind nun vergessen, die Anlieger erleichtert ob der Fertigstellung. Erhard Bengelsdorf aus der Nummer 7 bedankte sich bei der Baufirma, dem Unternehmen Kosemund aus Falkenberg. Trotz aller Hürden, auch in der Bauphase sei die Erreichbarkeit der Grundstücke immer gegeben gewesen. Und: Die Straße sei „schön“ geworden, so das Urteil der Anlieger, unter ihnen auch Christel Machunze (78), die in der Nummer 7 geboren wurde. Freilich: Der höhere Komfort hat seinen Preis. Die Anlieger werden mit Beiträgen im zum Teil fünfstelligen Bereich zur Kasse gebeten.

Gleichwohl hofft Bürgermeister Friedhelm Boginski auf eine Initialzündung für Ostende. Nach der Gutenbergstraße (2012) ist die Paul-Trenn-Straße erst die zweite Anliegerstraße, die in dem Stadtteil ausgebaut wurde. In der Clara-Zetkin-Siedlung sowie in Nordend sei die Stadt hingegen „fast durch“. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion im Land um die etwaige Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und die Proteste bleibe abzuwarten, wie es weiterginge. Wobei Boginski betonte, dass Eberswalde mit der 60-Prozent-Umlage den niedrigstmöglichen Satz anwende.

Die Paul-Trenn-Straße wurde auf einer Länge von 240 Metern zwischen Saar- und Max-Lull-Straße ausgebaut. Die Fahrbahn, vorher unbefestigt und eine einzige Schlaglochpiste, wurde per Betonsteinpflaster „Herbstbunt“ hergestellt. Einschließlich Regenentwässerung und Straßenbeleuchtung hat das Projekt insgesamt 325 000 Euro gekostet. Fürs kommende Jahr ist der Ausbau des Fliederwegs geplant. Das positive mehrheitliche Votum der Anlieger liegt vor.

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