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Den Benefizgedanken im Schulleben verankert

Mit dem Blick ins Publikum: Jugendbuchautor Thilo Reffert las den Bewohnern eine Weihnachtsgeschichte vor.
Mit dem Blick ins Publikum: Jugendbuchautor Thilo Reffert las den Bewohnern eine Weihnachtsgeschichte vor. © Foto: Lukas Grybowski
Lukas Grybowski / 20.12.2018, 08:15 Uhr - Aktualisiert 20.12.2018, 09:58
Panketal (MOZ) Etwas aufgeregt stehen die 16 Schüler der fünften Klasse des freien Gymnasiums Panketal vor den zahlreichen Bewohnern in der ersten Etage des Seniorenheims Eichenhof in Panketal. Kurze Stille, dann stimmen sie „Stille Nacht, heilige Nacht“ an, und draußen fallen die ersten Schneeflocken vom Himmel. Anschließend geht es weiter mit „O Tannenbaum“ und zwei Gedichten, die für Begeisterung bei den Bewohnern sorgen und eine willkommene Abwechslung bringen. „Alle waren eifrig dabei, und jeder wollte ein Rolle übernehmen“, berichtet die Klassenlehrerin Verena Eschen.

Dabei spielt der Benefizgedanke im Schulleben des freien Gymnasiums eine große Rolle. „Wir möchten, dass die Schüler ihre Umwelt wahrnehmen und begreifen, dass es wichtig ist, einander zu helfen“, sagt der Pressesprecher des Gymnasiums, Stefan Schmidt. Die 6. Klasse besuchte den Pflegedienst „Schwester Agnes“ und die AG Die Vorleser veranstaltete mit Jugendbuchautor Thilo Reffert  eine weihnachtliche Lesung im Eichenhof. Dabei seien alle Ideen unabhängig voneinander von den Schülern gekommen. „Das ist gut und zeigt, dass der Gedanke bei allen Schülern verankert ist“, so Schmidt.

Jugendbuchautor Reffert, der die AG Die Vorleser am Gymnasium leitet, präsentierte mit acht Schülern der achten und neunten Klasse Gedichte und eine Weihnachtsgeschichte. Für die Kinder sei das gutes Training. „Die Schüler erfahren, wie es ist, wenn man vor Publikum auftritt und laut und selbstbewusst sprechen muss“, sagt Reffert. Die Bewohner hören gebannt zu und sprechen bei Gedichten wie „Loreley“ oder „Lilli Marleen“ mit.

Eine Benefizveranstaltung, die fest im Schulleben des Gymnasiums verankert ist, ist der jährlich stattfindende Benefizlauf im April. „Wir sind glücklich, dass daraus eine gewisse Tradition entstanden ist“, so Schmidt. Im Voraus können die Schüler Projekte vorschlagen, die bedacht werden sollen. Das Spektrum der Projekte sei von SOS-Kinderdörfern über die Kindernachsorgeklinik bis zur Bahnhofsmission sehr groß.

Mit der Entwicklung des freien Gymnasiums sehr zufrieden. „Wir wollen weiterhin eine kleine Schule bleiben“, berichtet Schmidt. Grundsätzlich seien die Klassenstufen zweizügig und momentan gäbe es zwei Jahrgänge, die dreizügig sind. 240 Schüler besuchen das Gymnasium, dabei sind in jeder Klasse ungefähr 15 bis 20 Schüler. „Wir wollen eine familiäre Atmosphäre haben, es soll für Lehrer und Schüler überschaubar sein“, erklärt Schmidt. Zudem würde am Gymnasium keine Unterrichtsstunde ausfallen, und die Schule sei somit in Sachen Bildungsangebot ein wichtiger Faktor in der Region. Besonders lobenswert ist es für Schmidt, dass sich die Bewohner der Gemeinde zwischen Oberschule, Gesamtschule und dem Gymnasium entscheiden könnten.

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