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Stadtfraktion verbindet Alternativen Neujahrsempfang mit Spendenaktion für die Bernauer Tafel

Wahljahr 2019
Linke werben mit ihrem sozialen Profil

Wünsche für 2019: Linke-Fraktionschefin Dagmar Enkelmann sowie die Stadtverordneten Burkhard Seeger und Dominik Rabe (v.l.) hoffen auf ein gutes Abschneiden bei den Kommunalwahlen. Tafel-Gründer Norbert Weich wirbt um ehrenamtliche Helfer.
Wünsche für 2019: Linke-Fraktionschefin Dagmar Enkelmann sowie die Stadtverordneten Burkhard Seeger und Dominik Rabe (v.l.) hoffen auf ein gutes Abschneiden bei den Kommunalwahlen. Tafel-Gründer Norbert Weich wirbt um ehrenamtliche Helfer. © Foto: Sergej Scheibe
Sabine Rakitin / 09.01.2019, 21:15 Uhr
Bernau (MOZ) Ein „aufregendes und spannendes Jahr“ erwarten die Bernauer Linken 2019. „Wir sind ganz gut aufgestellt für dieses Super-Wahljahr“, zeigte sich Fraktionsvorsitzende Dagmar Enkelmann am Mittwochnachmittag beim traditionellen „Alternativen Neujahrsempfang“ ihrer Fraktion überzeugt. Am 26. Mai würden die Linken mit mehr Kandidaten für die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte ins Rennen gehen als zu den Kommunalwahlen 2014, freute sie sich. „Wir werden eine schöne, offene Liste haben“, versicherte sie, was bedeutet: Eine Reihe von Stadtverordneten der Linken werden erneut kandidieren. Dazu gesellen sich junge Bewerber, aber auch Frauen und Männer im Rentenalter, die erstmals ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung anstreben. Und: Nicht alle Kandidaten sind Mitglieder der Partei. Die Linken treten in Bernau wiederum mit einer offenen Liste zur Kommunalwahl an.

Auch Dagmar Enkelmann selbst wird erneut für das Bernauer Parlament kandidieren. Sie ist seit 1998 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und war seither für ihre Partei in allen Wahljahren die Stimmenbringerin schlechthin. Sie freue sich darauf, wieder mit einer starken Fraktion in die Stadtverordnetenversammlung einzuziehen, erklärte die 62-Jährige. Am 19. Januar wollen die Linken auf einer Mitgliederversammlung ihre Listen für die beiden Bernauer Wahlkreise aufstellen und das Wahlprogramm beschließen. „Das Linke-Profil - für soziale Gerechtigkeit - wird ein wesentlicher Bestandteil unseres Wahlprogramms sein“, kündigte Dagmar Enkelmann an.

Ihrem Profil treu blieben sie und ihre Genossen auch mit dem „Alternativen Neujahrsempfang“, der nicht nur als Auftaktveranstaltung zum neuen Jahr dient, sondern mit einer Spendensammlung zu Gunsten der Bernauer Tafel verbunden ist. „Wir sind nicht weniger geworden“, bedauerte Tafel-Gründer und Geschäftsführer Norbert Weich. „Im Gegenteil: Zum Bundesverband gehören jetzt 950 Tafeln, und 2020 werden wir wohl die 1000-er Marke erreichen“, prophezeite er. Auch in einer prosperierenden Stadt wie Bernau werde die Tafel nach wie vor gebraucht. An die 1200 Kunden haben die stationären Ausgabestellen in Bernau, Basdorf, Klosterfelde, Werneuchen und Groß Schönebeck sowie die beiden mobilen Tafeln. Sie alle werden vor allem von ehrenamtlichen Helfern am Leben gehalten. Doch Nachwuchs, der sich ehrenamtlich engagieren wolle, fehle, bedauert Norbert Weich. Die Tafel brauche aber dringend ehrenamtliche Helfer. „Das, was wir leisten, ist mit dem, was wir einnehmen, nicht zu schaffen“, weiß er aus Erfahrung.

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