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Kommunalwahl
Wandlitzer CDU will mit Schwimmhalle punkten

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Symbolfoto © Foto: pixabay
Hans Still / 03.02.2019, 06:15 Uhr
Wandlitz (MOZ) Unter der Überschrift „Wir für unsere Gemeinde“ will die Wandlitzer CDU im bevorstehenden  Kommunalwahlkampf mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Das gerade einmal zweiseitige Papier beinhaltet neben Themen wie Kita, Schule, Sicherheit und besserer Bahnanbindung auch die Forderung nach einer Schwimmhalle.

Wahlkampfpapiere fristen mitunter ein kurzes Leben. Stellt sich der erwünschte Wahlerfolg nämlich nicht ein, geraten die Ideen in den Verdacht, nicht populär zu sein und am Bürger vorbei zu zielen. Der CDU kann das kaum passieren, steigt doch der frisch gewählte Wandlitzer CDU-Vorsitzende Olaf Berlin mit einem Zitat aus dem CDU-Landesprogramm  in seinen Text ein. Darin heißt es sinngemäß, einzig die CDU stehe als politische Kraft in Brandenburg und in Deutschland für Sicherheit und Ordnung. Es folgt ein knackiges Zitat des Gelehrten und Staatsmannes Wilhelm von Humboldt, der einst den Spruch „Denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit“ prägte.

Olaf Berlin, er ist im Hauptberuf stellvertretender Leiter des Brandenburger Landeskriminalamtes, nimmt das Humboldt-Zitat als Trittstein für das erste große lokale CDU-Thema, nämlich den Zustand der Wandlitzer Feuerwehren. Diese müssten modern sein und zeitgemäßen Anforderungen genügen.

Konkret nachgefragt, befasst sich die Wandlitzer CDU insbesondere mit der Erweiterung des Feuerwehrgebäudes im Dorf Wandlitz. So bringe der ins Auge gefasste Anbau zwar Vorteile, weil Frauen und Männer dann getrennte Umkleiden hätten. „Aber der Blick auf die einzige, allen Anforderungen genügende  Feuerwehr in Lanke zeigt uns, was anderswo noch fehlt“, skizziert Berlin die Stoßrichtung. Auch Wandlitz bräuchte ein neues Gebäude, dann allerdings nicht mehr im Dorf, sondern eher zwischen Wandlitz und Basdorf.

In Sachen Wirtschaft präferiert die CDU die Ansiedlung von Arbeitsplätzen, indem beispielsweise die Gewerbegebiete verdichtet und notfalls erweitert werden. Bedarf sieht Berlin allein wegen des prognostizierten Wachstums in der Gemeinde. „Ob Frisör, Gastronomie oder Kfz-Werkstätten, Wandlitz braucht mehr Service und Dienstleistungen. Wir sehen daher zwischen Rewe und den Basdorfer Gärten oder auf dem Klosterfelder Gewerbegebiet die Potenziale für neue Arbeitsplätze.“

Denkbar sei aus CDU-Sicht auch die Ansiedlung eines Logistikanbieters. Schließlich  gebe es mit den aus Wandlitz, Prenden und Lanke schnell erreichbaren A11-Zufahrten gute Anbindungen.  Auch brauche es bessere Angebote für Berufspendler, um die L 100 zu entlasten. Der künftige 30-Minuten-Takt der Heidekrautbahn müsste bis Groß Schönebeck reichen, so Berlin.

Einen Knaller landet die CDU mit der Forderung nach einer Schwimmhalle. Seit Jahren heißt es nach diversen Erfahrungen im Land, willst Du eine Kommune finanziell in die Knie zwingen, plane ein Schwimmbad. Berlin sieht das anders. „Wir reden nicht von einem Spaßbad mit Sauna und Rutschen, sondern von einem normalen Schwimmbad, in dem unsere Kinder das Schwimmen erlernen können.

Außerdem gibt es heute fast autarke Energielösungen, wir reden da über Solar- und Geothermie und vergleichsweise geringe Energiekosten.“ Eine Gemeinde mit demnächst 30 000 Einwohnern müsse laut der CDU diese Infrastruktur bieten, zumal die Wandlitzer dann nicht mehr nach Oranienburg oder Berlin-Buch fahren müssten.

Über einen Kandidaten für die Wandlitzer Bürgermeisterwahl stimmte die CDU Wandlitz nicht ab, sehr wohl aber über die Listenplätze zur Kommunalwahl. Uwe Liebehenschel, Thomas Rüdiger, Olaf Berlin, Manuela Köhler, Klaus Siebertz, Ulrike Mauersberger, Florian Kruse und Burkhard Lange bewerben sich für die Kreistagsliste der Barnimer CDU. Für die Gemeindevertretung stellen sich immerhin 16 Kandidaten, in den Ortsteilen Wandlitz, Basdorf, Stolzenhagen, Klosterfelde, Schönerlinde und Schwönwalde werden CDU-Kandidaten antreten.

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