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Interview mit der Wandlitzer Gemeindewehrleiterin Anke Müller zu Neuanschaffungen und Feuerwehrhäusern

Interview
„Ohne moderne Technik ist alles nichts“

Hans Still / 19.02.2019, 06:15 Uhr
Wandlitz Die Ausstattung der Wandlitzer Feuerwehren gilt als modern und gut. Dennoch sind Neuanschaffungen unerlässlich, um den Standard auch zukünftig zu halten.Hans Stillsprach mit der Wandlitzer Gemeindewehrleiterin Anke Müller über die nächsten Erfordernisse der Wandlitz Wehren.

Frau Müller, nachdem nun für Klosterfelde ein neues Fahrzeug zur Verfügung steht, stellt sich die Frage, welche Anschaffungen als nächste in Haus stehen.

Ganz große Einkäufe stehen zunächst nicht an. Tatsache aber ist, dass wir für die Feuerwehrgerätehäuser in Schönerlinde und in Schönwalde Abgasanlagen bestellt haben, um den gültigen Vorschriften zu genügen. Beide werden demnächst montiert.

Für die Wandlitzer Ortswehr  werden doch auch Veränderungen vorbereitet, ist zu hören...

Tatsächlich liegt für Wandlitz nun eine Machbarkeitsstudie vor, um die beengten Verhältnisse in der Ortswehr etwas erträglicher zu gestalten. So gibt es jetzt eine kurzfristig umsetzbare Lösung, wie der Sozialbereich erweitert werden kann, sodass Frauen und Männer eigene Toiletten und eigene Umkleiden haben. Eine Vergrößerung der Flächen wird damit allerdings nicht möglich. Das heißt letztlich, wir verschaffen uns etwas Zeit und müssen das räumliche Problem in Wandlitz nicht sofort lösen.

Raumprobleme gibt es auch bei der Stolzenhagener Ortswehr. Haben Sie eine Lösung parat?

Stolzenhagen benötigt eigentlich einen Neubau, denn am alten Standort bieten sich keine Optionen mehr für die Zukunft. Es fehlt einfach der nötige Platz. Eine größere Feuerwehr, die in Stolzenhagen sicher nötig wäre, hätte gar keinen Platz. Gegenwärtig prüfen wir, ob der Standort der alten Wäscherei für einen Neubau geeignet wäre.

Der Landkreis Barnim befasst sich derzeit mit dem Feuerwehr-Bedarfsplan 2025. Kommt Wandlitz darin vor?

Wir haben unsere Zuarbeit abgegeben und ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 5000 für Lanke beantragt. Hintergrund ist die Absicht, die junge und äußerst aktive Lanker Wehr künftig in die Waldbrandbekämpfung einzubinden. Lanke sichert  bereits die Tagesbereitschaft in Biesenthal ab und wird deshalb das ehemalige Klosterfelder Löschgruppenfahrzeug bekommen. Aktuell besitzt die Wehr mit dem TSFW ein sehr übersichtliches Kleinlöschfahrzeug.

Haben Sie weitere Anschaffungen im Blick?

Schönwalde hilft ja bekanntlich in Basdorf mit, und dort müssen wir uns auf die baulichen Veränderungen im Gebiet der „Basdorfer Gärten“ einstellen. Wir prüfen gerade, ein Hilfleistungslöschgruppenfahrzeug für 400 000 Euro anzuschaffen. Wir hatten schon für einen Tag einen Vorführer da, das Projekt nimmt also Formen an. Zudem wird das Fahrzeug auf der L 100 gebraucht. Ohne moderne Technik ist alles nichts..

Welche weiteren Tendenzen zeichnen sich in Ihrer Arbeit ab?

Wir nehmen jetzt eine Anregung auf, die in Angermünde in der Uckermark schon zum Alltag gehört. Es geht um ein Schulprojekt für Schüler der neunten und zehnten Klassen, in dessen Mittelpunkt die Freiwillige Feuerwehr steht. Wir wollen demnächst nach Angermünde fahren, um uns vor Ort dazu zu informieren. Wir versprechen uns davon einen besseren Zugang Jugendlicher zu den Freiwilligen Feuerwehren.

Wie entwickeln sich die Wandlitzer Wehren personell?

Der Personalbestand ist recht stabil. Aktuell liegen wir bei 203 aktiven Mitgliedern. Wir zählen 118 Kinder- und Jugendliche in unseren Nachwuchswehren und haben 81 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung.

Welche Veranstaltungen liegen demnächst an?

Am 4. Mai begehen wir in Klosterfelde den Gemeindewehrtag. Die Wandlitzer Wehr trifft sich am 1. März zur Jahreshauptversammlung, die Lanker Wehr folgt dann am 15. März.

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