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Umbau
Rückverweisung gescheitert

Ruhe auf der Schönower Straße: Durch die aktuelle Sperrung herrschen fast idyllische Verhältnisse in Panketal. Die Verkehrsinsel soll rückgebaut werden, die Ampel Richtung Brücke wandern. Auch Busspuren werden verändert, wenn der Umbau erfolgt.
Ruhe auf der Schönower Straße: Durch die aktuelle Sperrung herrschen fast idyllische Verhältnisse in Panketal. Die Verkehrsinsel soll rückgebaut werden, die Ampel Richtung Brücke wandern. Auch Busspuren werden verändert, wenn der Umbau erfolgt. © Foto: Sergej Scheibe
Andrea Linne / 16.05.2019, 06:30 Uhr
Panketal (MOZ) Aktuell ist es still auf der Schönower Straße in Panketal. Anwohner dürften die Ruhe genießen. Wenn der Brückenbau am S-Bahnhof Zepernick steht, ist es fast idyllisch. Alles andere als entspannt und weinselig ging es allerdings auf der nunmehr letzten Gemeindevertreterversammlung am Dienstagabend vor der Kommunalwahl 2019 zu, die noch einmal gut drei Stunden dauerte. Die Reihen war schon etwas gelichtet, die Diskussionsfreude aber schien ungebrochen.

So wurde der Umbau der Schönower Straße am S-Bahnhof Zepernick wieder zum Aufregerthema. Vor allem Jochen Bona, Vorsitzender der Fraktion Unabhängige/Grüne, schätzte diesen wichtigen Verkehrsbereich als ausreichend an. Der Umbau mit geplanten Kosten von 518 000 Euro sei absolut unnötig, betonte Bona. "Wir haben im Februar umfassende Hinweise zu den Busspuren und Versetzen der Ampel vorgelegt. Die Verwaltung ist dem aber nicht gefolgt", wetterte er. Vielmehr müsse der Landkreis als Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs einbezogen werden, die Mittelinsel solle erhalten bleiben. Der Bus 893 könne in der Straße am Amtshaus parken. Für die Busse 867/868 reichten die Busbuchten aus. Das Vorstandsmitglied im Berlin-Brandenburgischen Bahnkundenverband ärgerte sich und rief aus: "Das ist doch alles Murks!"

Ganz so sei es nicht, betonte Anke Wendland, zuständige Fachdienstleiterin für Verkehrsflächen in Panketal. Es habe durchaus Planungsänderungen gegeben. So habe man die Fahrradführung für langsame Radfahrer überdacht. Jetzt ginge es um die Entwurfsplanung, die später noch einmal öffentlich ausgelegt und diskutiert werden müsse, ehe der endgültige Umbau erfolgen könne. Auch seien einige Punkte, die Bona nannte, durchaus berechtigt. Allerdings werde mit dem Bau der dritten Grundschule, die auf dem Areal der evangelischen Kirche zwischen Elbe- und Schönower Straße entstehen solle, ein Eingriff in die Einfahrt hinter dem S-Bahnhof nötig. "Wir wollen das Grundstück mit einer zweiten Zufahrt erschließen", betonte sie. Dann könne der Verkehr parallel zur Schönower Straße Richtung Elbestraße fließen, für mehr Radabstellanlagen sei beispielsweise dann dann ebenso Platz. "Wir sind mit den Verkehrslenkern im Gespräch und in engem Kontakt zum Landkreis", betonte Anke Wendland. "Die aktuelle Variante ist eine Zwischenlösung und nicht optimal", so die Fachfrau.

Fußgängerdurchgang geplant

Dennoch wollte Jochen Bona den Beschluss zum Umbau des Verkehrspunktes, der im Zuge der Brückenarbeiten neu gestaltet und vor allem für Busse erweitert werden soll, zurück an die Verwaltung verweisen. An die Verwaltungsspitze gerichtet, rief er erregt: "Der Verwaltungschef will unbedingt eine halbe Million in den Sand setzen!" Dem Bona-Antrag kam Bürgermeister Maximilian Wonke (SPD) nämlich mit einem Geschäftsordnungsantrag zuvor. Er wollte sofort in der Sache abstimmen lassen. Dafür waren zwölf Gemeindevertreter, acht dagegen. Für die Planung stimmten dann elf Gemeindevertreter. Die CDU-Fraktion und Jochen Bona waren dagegen. Uwe Voss (SPD) und Carola Wolschke (Bündnis Panketal) enthielten sich der Stimme. Mit dem Umbau soll auch ein Durchbruch für Fußgänger durch den Bahnhof Zepernick erfolgen. Die Ampel wird direkt vor die Brücke versetzt, die Mittelinsel entfernt. Schon jetzt liefen viele Fußgänger bei Rot über die Straße, so die einhellige Meinung, wenn die S-Bahn im Anrollen sei.

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