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Entscheidung Carsten Bruch und Margitta Mächtig treten am 16. Juni erneut an. Sonst Wechsel in vielen Gemeinden.

Knappes Ergebnis
In Biesenthal kommt es zur Stichwahl

Olav Schröder / 27.05.2019, 21:15 Uhr
Biesenthal (MOZ) Um das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Biesenthal wird es am 16. Juni zur Stichwahl zwischen Carsten Bruch (CDU) und Margitta Mächtig (Linke) kommen. Amtsinhaber Carsten Bruch verpasste mit 46,3 Prozent nur knapp die direkte Entscheidung, Margitta Mächtig erzielte 27,9 Prozent. Dahinter folgen Detlef Klix (BVB/Freie Wähler, 19,2 Prozent) und Detlef Kenzler (SPD, 5,9 Prozent). Die Stichwahl gewinnt, wer die einfache Mehrheit und das Quorum von mindestens 15 Prozent der Wähler erreicht.

Sie hätten sich beide einen knapperen Ausgang der Wahl vorgestellt, sagten sowohl Carsten Bruch als auch Margitta Mächtig. Er sei sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Christdemokraten auch in der Stadtverordnetenversammlung, so Bruch, Die Kandidaten hätten einen "guten Querschnitt der Bevölkerung repräsentiert" und seien daher erfolgreich gewesen. Der Wahlkampf habe zu sachlichen Gesprächen miteinander  geführt. Ein Selbstläufer sei die Stichwahl aber nicht. jetzt komme es darauf an, noch einmal die Wähler zu motivieren. Die Europawahl habe gezeigt, dass das Ergebnis von der Linken weg geführt habe, so Margitta Mächtig. Das spiegele sich auch im Biesenthaler Wahlergebnis wieder. Darauf sei ruhig und gelassen zu reagieren. Über eine hohe Wahlbeteiligung bei der Bürgermeister-Stichwahl würde sie sich freuen. Ob sich die Vielfalt in der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung als eine Stärkung oder zu einem Lagerdenken entwickeln werde, hänge jetzt von den Gewählten ab. Sie wünsche sich offene Diskussionen mit den Bürgern.

Neue Bürgermeister im Amt

Die Bürgermeisterposten werden in fast allen Gemeinden des Amtes Biesenthal Barnim neu besetzt. In Rüdnitz setzte sich Andreas Hoffmann (58,9 Prozent) gegen Amtsinhaberin Christina Straube durch. Er sei über den Ausgang der Wahl unsicher gewesen, weil viele umstrittene Themen angesprochen wurden, dann aber doch sachlich diskutiert worden seien. So könne die bisherige Festlegung des Kita-Standorts mit einem Beschluss jetzt rückgängig gemacht werden. Entscheidend sei die langfristige Perspektive. Es gebe in Rüdnitz viel zu arbeiten und aufzuholen, so Hoffmann. Wie dies zu realisieren sei, sei von Fall zu Fall zu prüfen. Insgesamt freue er sich über eine "deutliche Verjüngung" der Gemeindevertretung.

Es sei erst noch zu sehen, ob der neue Bürgermeister seine "Versprechen" tatsächlich umsetzen könne, sagte Christina Straube, die die Aussagen im Wahlkampf als populistisch bezeichnete. Als Gemeindevertreterin wird Christina Straube auch in der neuen Wahlperiode in dem Gremium mitarbeiten. Sie werde aber keine stellvertretende Bürgermeisterin sein. Inagesamt hoffe sie auf eine positive Entwicklung in der Gemeinde. "Traurig" sei sie aber über das Abschneiden ihrer Liste. Sie erinnerte daran, dass der Bebauungsplan für das künftige Wohngebiet "Sechsrutenstücke" von beiden Fraktionen und Bürgermeisterkandidaten beschlossen worden sei.

Annett Klingsporn gewann in Marienwerder die Bürgermeisterwahl mit rund 54 Prozent vor Mitbewerber Thomas Tegge. Das Votum der Bürger zeige, dass sie von der Gemeindevertretung eine "übergreifende Zusammenarbeit" erwarten. Da alle Listen ähnliche Ziele in ihren Programmen vorgestellt hätten, sei die Chance für einen soliden Neuanfang groß.

Im Gegensatz zu Annett Klingsporn habe er bislang nicht in der Gemeindevertretung mitgearbeitet und sei daher mit seinem Abschneiden durchaus zufrieden, resümierte Thomas Tegge. Er habe die Unterstützung der Bürger gehabt. Was schließlich den Ausschlag für den Ausgang der Wahl gegeben habe, könne er nicht sagen. Er hoffe, dass die neue Bürgermeisterin genügend Fingerspitzengefühl zur Zusammenarbeit haben werde.

In der Gemeinde Sydower Fließ setzte sich Simone Krauskopf mit rund 60 Prozent gegen den Amtsinhaber Klaus-Peter Blanck durch. In Melchow liegt der bisherige Bürgermeister Ronald Kühn mit fast 72 Prozent vor Thorsten Kleinteich. In der Gemeinde Breydin trat nur ein Bewerber an. Dietmar Herbert Schmidt erzielte bei seiner Kandidatur rund 81 Prozent.

Gewählte Vertreter für die Stadt Biesenthal

Die Linke: Margitta Mächtig, Daniel Groß, Dirk Siebenmorgen

CDU: Carsten Burch, Sabine Buder, Nico Wunderlich, Sascha Wunderlich, Tim Lucke

SPD: David Kenzler

BVB/Freie Wähler Biesenthal: Detlef Klix, Ralf Guse

Gründe/Bündnis 90: Elke Eckert, Andreas Krone

Bürger für Biesenthal: Uwe Bruchmann, Roland Seidlitz

Pro Danewitz: Detlef Matzke

Biesenthals Aktive Mitte: Hartmut Zerbe, Nadine Zinke-Marggraf

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