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Leichtathletik
Viele Gründe mitzumachen

Ab auf die Strecke: Vorwiegend Kinder und Jugendliche sind über die 800 Meter und 2 Kilometer beim 23. Lauf den Hobrecht gestartet.
Ab auf die Strecke: Vorwiegend Kinder und Jugendliche sind über die 800 Meter und 2 Kilometer beim 23. Lauf den Hobrecht gestartet. © Foto: Dirk Schaal
Dirk Schaal / 11.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 11.06.2019, 12:36
Zepernick (MOZ) Aus unterschiedlichen Gründen waren 231 Läufer nach Hobrechtsfelde gekommen. Einfach nur Spaß wollten die einen, einen Trainingslauf andere und gerade den kleinsten Teilnehmern stand der Sinn nach Wettkampf. "So ist der Lauf  auch gedacht, jeder soll mitmachen, aus welcher Motivation auch immer. Es ist eben ein Volkslauf", erklärte Lutz Sache, Vorsitzender von Veranstalter Empor Niederbarnim.

Der Zepernick-Lauf der SG Empor Niederbarnim lockte mehr als 230 Teilnehmer von 3 bis 89 Jahren nach Hobrechtsfelde an den Speicher. Über vier Strecken wurden die schnellsten Läufer ermittelt.
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23. Lauf den Hobrecht

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Krimi beim Zieleinlauf

Im Kopf-an-Kopf-Schlussspurt setzte sich Amelie de Beer von Empor durch, vor der Bernauerin Clara Richter und ihren Vereinskameradinnen Linda Jurack und Lia Steinfuhrt. Jetzt freuen sich alle gemeinsam auf die Landesmeisterschaft im Mehrkampf in Cottbus. Bereits vorher überquerte bei den Jungen Lokalmatador Finn Siggelkow die Ziellinie. Erst kürzlich schraubte der 13-Jährige seine Weitsprungbestleistung auf 5,22 m, nun ließ er über die 2000 m seine gesamte Konkurrenz alt aussehen und blieb unter 8 Minuten (7,54 Minuten).

"Es ist eine perfekte Strecke", sagte wenig später freudestrahlend Andre Gesch, der für den Kletterpark Schorfheide über 5,5 km an den Start ging. Zur Freude hatte auch auch allen Grund, in 20,48 war er der einzige Starter über die Distanz unter 21 Minuten. nach dem Start reihte er sich auf Position vier ein, um sich dann Stück für Stück nach vorn zu arbeiten. Erst seit einem Jahr läuft der 17-Jährige, dafür aber mit großem Erfolg.

Elf Jahre lang trainierte Laura Berger bei den Niederbarnimer Leichtathleten mit. Nach einer Abi-Pause startete die 19-Jährige über die 5,5 km – mit Erfolg. Keine war schneller, keine freute sich schöner – Platz 1. Im Feld war noch eine Frau Gewinner. Carola Gewinner aus Panketal ist Zumba-Trainerin und war mit einigen Schützlingen beim Lauf dabei. "Eigentlich täglich", antwortet die 42-Jährige lachend auf die Frage, wie oft sie wegen ihres ungewöhnlichen Nachnamens angesprochen wird. Zufrieden war sie mit ihrem Ergebnis, auch wenn es nicht für einen Podestplatz reichte. "Sie ist trotzdem immer Gewinner", sagte eine Freundin lachend.

Nicht ganz mit dem Gewinnen klappte es bei Jochen Malz. Aber das war auch nicht das Ziel des 68-Jährigen. In seiner Altersklasse kam er wie im Vorjahr auf Platz 3 in fast derselben Zeit von 27:15 Minuten über die 5,5 Kilometer an. Trotzdem ist er eine Nummer 1 beim Lauf, denn mit zwölf Teilnahmen seit 2005 liegt er in dieser Wertung ganz vorn.

Schneller als erwartet

Verwundert rieben sich kurz darauf die Helfer im Ziel die Augen. "Ist das der Schlussfahrer der 5,5 Kilometer oder das Führungsrad über die lange Strecke", fragten sie sich, als ein Fahrrad in  Zielnähe auftauchte. Tatsächlich war es Felix Kuschmierz, ein Templiner, den es in die Hauptstadt verschlagen hat, und der exakt 36 Minuten für die 10,5 km brauchte. "Ich kenne die Gegend gut, wohne in der Nähe und trainiere hier oft", sagte der 26-Jährige. Fast täglich trainiert er, läuft einen Marathon unter drei Stunden und legt die Hälfte in 1:14 Stunden zurück. Ein Trainingslauf war es für ihn, für den Tollenseelauf in zwei Wochen.

Noch vor dem zweitplatzierten Mann, Dennis Gehde, kam die Cottbusser Sportschülerin Blanka Dörfel durchs Ziel. Eigentlich wollte sie locker auslaufen, aber am Ende wurde sie immer schneller. "Ein Wettkampf eben", sagte die 17-jährige Bernauerin verschmitzt. Noch mehr Grund zum Jubeln hatte sie erst Ende Mai, da lief sie die 2000 m Hindernis in 6:36,37 Minuten und blieb fast 20 Sekunden unter der Norm für das European Youth Olympic Festival (EYOF) in Baku (Aserbaidschan) Ende Juli. Damit führt sie nun die deutsche Bestenliste der U 20 an, nur eine Deutsche qualifiziert sich für diese Disziplin bei diesem Top-Wettkampf. Ganz optimistisch blickt sie auf die Qualifikation, denn ihre Zeit ist dieses Jahr auch in Europa Nummer 1.

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