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"Refugium Heiderose"
Ein Projekt für die Zukunft

Kai-Uwe Krakau / 12.06.2019, 06:00 Uhr
Bernau (MOZ) Frank Wachtel hat die Zeichen der Zeit erkannt. "Der Bedarf nach altersgerechten Wohnungen steigt", weiß der Geschäftsführer der Wachtel Wohnbauten GmbH Berlin. Auf dem Gelände des früheren Kabelwerkes Schönow setzt Wachtel deshalb sein Projekt "Refugium Heiderose" um. "Wir bauen für Senioren, die ihre Eigenheime aufgeben, aber trotzdem in den eigenen ’vier Wänden’ wohnen wollen", so der Bauherr.

Auf altem Industrie-Gelände

Zur offiziellen Grundsteinlegung, das Vorhaben wird bereits seit April umgesetzt, waren zur heißen Mittagsstunde die Planer und Architekten, Vertreter der beauftragten Unternehmen und weitere Partner sowie Bernaus Bürgermeister André Stahl gekommen. Der Linken-Politiker hatte, wie in jüngster Zeit immer zu baulichen Terminen, einen Apfelbaum mitgebracht.

Stahl erinnerte in seiner kurzen Rede daran, dass vor zwei Jahren auf dem Areal noch einige alte Industriehallen und ein Schornstein standen. "Unser Wunsch war es immer, nicht einfach auf der grünen Wiese zu bauen", so der Verwaltungschef. Dem werde mit dem Vorhaben nun entsprochen. Außerdem seien Mietwohnungen in Schönow nur schwer zu finden. Auch diesem Bedarf komme man nach.

Geschäftsführer Wachtel betonte, dass bei dem Vorhaben "von Anfang an alle an einem Strang gezogen haben". Auch der Schönower Ortsbeirat und die langjährige Ortsvorsteherin Adelheid Reimann (SPD) hätten das Projekt tatkräftig unterstützt. "Die Verwaltung hat zügig und konsequent ihre Hausaufgaben gemacht", sagte der Bauherr.

In der Kupfer-Rolle, die anschließend mit vereinten Kräften in den Boden versenkt wurde, befanden sich eine aktuelle Ausgabe der Märkischen Oderzeitung, ein "Spiegel", Pläne, der Projekt-Prospekt sowie zahlreiche Münzen.

Insgesamt investiert die Wachtel Wohnbauten GmbH mehr als 21 Millionen Euro. Das erste Haus soll im Juli 2010 fertiggestellt sein. Die weiteren fünf Gebäude sollen monatlich folgen. Zum Jahresende 2020 soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein.

Die Wohnungen sind zwischen 63 und 83 Quadratmeter groß und verfügen über zwei. zweieinhalb und drei Zimmer. Vier Wohneinheiten haben eine Fläche von knapp 100 Quadratmeter. Alle Wohnungen sind mittels Aufzug barrierefrei zu erreichen.

Alle Bäder besitzen ein Fenster und ein bodengleiches Duschsystem. Sie sind daher mit Rollator und Rollstuhl begeh- beziehungsweise befahrbar. Die zukünftigen Bewohner dürfen sich zudem über eine acht Quadratmeter große Terrasse/Balkon freuen. Jede Erdgeschosswohnung hat einen Privatgarten. Die Häuser haben jeweils eine eigene Grundfarbe, um eine bessere Differenzierung zu erzielen. "Bisher haben wir schon 50 schriftliche Anfragen zu unserem Projekt", so Wachtel.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum "Refugium Heiderose" werden gegenwärtig 65 Einfamilienhäuser gebaut. Die ersten Bewohner sind dort bereits im Januar in ihr neues Heim eingezogen. Weitere werden in den kommenden Monaten folgen.

Auf einem Areal in der Nähe des Rewe-Marktes wird die Wachtel Wohnbauten GmbH ebenfalls tätig werden. Dort entstehen ab 2020 ebenfalls Wohnungen.

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