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Kommunalpolitik
Bürgermeisterkandidat heißt Frank Kulicke

Guter Netzwerker: Frank Kulicke aus Seefeld
Guter Netzwerker: Frank Kulicke aus Seefeld © Foto: Sergej Scheibe
Kerstin Ewald / 12.06.2019, 06:30 Uhr
Werneuchen (MOZ) In einer gemeinsamen Sitzung haben die Unabhängige Wählergruppe Werneuchen (UWW) und die lokale Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB) Frank Kulicke einstimmig als ihren Bürgermeisterkandidaten gewählt. Bei der Sitzung Ende Mai übernahm der jetzige Seefelder Ortsvorsteher auch den Vorsitz der neu gebildeten Doppel-Fraktion. Sein Vize wurde Glenn Hänschke von der BVB.

"Die Hauptaufgabe des Bürgermeisters ist es natürlich, ein guter Verwaltungsschef zu sein", ist sich der frisch gebackene Kandidat sicher. "Doch darüber hinaus kann ein Bürgermeister auch nach neuen Lösungen suchen, Initiator und Ideengeber sein", findet Kulicke, der beruflich als Personalrat bei der Berliner Straßenbahn tätig ist. Und genau dies  hat er sich neben vielen anderen Dingen vorgenommen, für den Fall, dass ihm die Werneuchener im September ihr Vertrauen aussprechen werden.

Ideen hat der 54-Jährige tatsächlich einige. Eine davon – die Einrichtung einer Telemedizin-Sprechstunde –  will er demnächst in Seefeld austesten. Dabei sitzt eine Schwester vor einem speziell ausgestatteten Computerterminal und konsultiert gemeinsam mit Patienten den Arzt. Der sitzt an einem anderen Ort und behandelt per Video, Telefon oder Chat. Bisher konnte er das Thema "Telemedizin", als Modell gegen die Lücken in der ärztlichen Versorgung den anderen Werneuchener Stadtverordneten allerdings noch nicht schmackhaft machen.

Auch beim Straßenbau will Kulicke neue Wege gehen. "Mir schwebt ein Modell vor, bei dem Bürger und Stadt die Straßen gemeinsam instand halten", so Kulicke. Bei der Entscheidung, ob und wie saniert wird, will er die Bürger einbeziehen. Welche Ausbauvarianten für die vielen Kilometer der Werneuchener Sandpisten in Frage kommen, muss jeweils im Einzelfall mit Sachverstand geprüft werden. Kulicke favorisiert das preisgünstigere Modell der "Erweiterten Instandsetzung", wenn dies die  technischen Gegebenheiten erlauben.

Kulicke, der selbst 2004 in Seefeld zugezogen ist, und täglich zur Arbeit nach Marzahn pendelt, will auch neue Wege suchen, die vielen Neuwerneuchener schneller zu integrieren. Eine Art Begrüßungsmappe hat er dafür im Sinn, die viele Angebote bereit hält, aber auch zeigt, wo in der Stadt ehrenamtliche Mithilfe noch dringend gebraucht wird.

Und genau hier sieht der Kandidat eine seiner Stärken: "Ich habe mein ganzes Leben Leute zusammengebracht und motiviert, sich gemeinsam fürs Allgemeinwohl einzusetzen", so Kulicke, "das würde ich auch als Bürgermeister weiter tun."

Der Netzwerker hat auch dazu beigetragen, seine Wählergruppe, die Werneuchener UWW, mit vier Sitzen zur jetzt stärksten Fraktion im Stadtparlament auszubauen. Kulickes Motivationsgabe ist es mit zu verdanken, dass die Seefelder ihren Festplatz gerade nahezu in Eigenregie ausbauen. Dabei geht es ihm nicht nur ums "quatschen", sondern auch darum, selbst mit anzupacken.

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