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Desaster am Red Bull Ring

Bild mit Symbolcharakter für das missglückte Wochenende auf dem Red Bull Ring: Nach einer Reifenpanne muss der Audi R8 LMS GT3 Evo von Markus Winkelhock und Mike David Ortmann abgeschleppt werden.
Bild mit Symbolcharakter für das missglückte Wochenende auf dem Red Bull Ring: Nach einer Reifenpanne muss der Audi R8 LMS GT3 Evo von Markus Winkelhock und Mike David Ortmann abgeschleppt werden. © Foto: Gruppe C GmbH
Britta Gallrein / 13.06.2019, 04:30 Uhr
Blumberg (MOZ) Beste Bedingungen, strahlender Sonnenschein und optisch gesehen die schönste Rennstrecke im Kalender des ADAC GT Masters. Trotzdem war es eines der schlimmsten Wochenenden in meiner bisherigen Karriere im GT3 Sport", erklärt Mike Ortmann kurz vor seiner über 900 Kilometer langen Heimreise am Sonntag.

Bereits zum Test am Donnerstag habe sich angedeutet, dass seinem Audi R8 auf den schnellen Highspeed Passagen der Speed fehlt. "Dies hat sich auch am Freitag zu den dann offiziellen Freien Trainingssitzungen fortgeführt", berichtet Ortmann. "Wir haben probiert, alles aus dem Auto heraus zu holen, aber irgendwie haben wir uns im Kreis gedreht", ärgert sich den Rennfahrer. "Dass wir uns mit den Fahrzeugen von Corvette und BMW nicht messen können, hatten wir am Donnerstag schon realisieren müssen." Hier sei eindeutig Kritik an der Serie zu äußern, was die Fahrzeugeinstufungen betreffe.

Audi fehlt der Speed

Im Feld des ADAC GT Masters sind eine Vielzahl von Supersportwagen vertreten. Mercedes, Corvette, Porsche, Ferrari, Lamborgini und auch eben Audi. Alle sind mit unterschiedlichen Motoren- und Antriebskonzepten ausgestattet. Um hier Chancengleichheit zu erlangen, finden sich alle Fahrzeuge in einer "Balance of Performance", kurz BOP. Hier wird mit unterschiedlichen Fahrzeuggewichten, bei Autos mit Turbomotoren mit dem Ladedruck beziehungsweise bei Saugmotoren mit Luftzufuhrbegrenzern gearbeitet.  Damit soll erreicht werden, sämtliche Autos auf ein annähernd gleiches Niveau zu bringen. Andere Motorsportorganisationen machen das vor. Im ADAC GT Masters wächst dagegen die Unzufriedenheit bei vielen Teams. Solch eine BOP müsse streckenspezifisch analysiert und anschließend die Autos dementsprechend eingestuft werden, finden viele Fahrer. "Das, was wir hier am Wochenende erlebt haben, kommt einer Katastrophe schon recht nah", so Ortmanns Fazit vom Red Bull Ring.

Wenig Hoffnung nach Qualifying

Ein qualvoll erarbeiteter 22. Platz im Qualifying am Samstag ließ wenig Hoffnung auf eine Top-Platzierung im Rennen. Mit noch dazu zwei Durchfahrtstrafen wegen eines zu kurzen Boxenstopps und Nichtbeachtung der Streckenlimits waren dann auch die letzten Hoffnungen  auf ein zählbares Ergebnis dahin.

Der Sonntag sollte dann nicht viel besser werden. Markus Winkelhock erfuhr sich einen desaströsen 25. Startplatz und die Ausgangslage war demnach noch schlimmer als am Samstag. Allerdings zeigten beiden Piloten Kämpferherz und schoben den orangen Audi mit der Startnummer 24 noch bis zum Fallen der Zielflagge bis auf Position 15 nach vorne. Dies bedeutete in der Endabrechnung einen mageren Punkt in der Meisterschaftswertung.

Die Analyse des 19-jährigen Blumbergers fällt bescheiden aus. "Wir müssen das Wochenende jetzt intensiv analysieren und versuchen, die Fehler zu finden. Ich habe die Tage am Red Bull Ring jetzt schon wieder abgehakt. Wie heißt es doch so schön: Aufstehen, Mund abwischen und weiter geht es", scherzte Ortmann.

Jetzt wartet die "Grüne Hölle"

Bereits nächsten Mittwoch reist Mike David Ortmann zum größten Langstreckenrennen der Welt auf die Nürburgring Nordschleife, wo es wieder heißt: 24 Stunden durch die "Grüne Hölle".

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