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Jahresfest
Erinnerungen an den Mauerfall

Gespräch über Frieden: Martin Wulff (M.), Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung, und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen
Gespräch über Frieden: Martin Wulff (M.), Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung, und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 17.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 17.06.2019, 08:15
Lobetal In Lobetal tauschten Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende der Grünen, und der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch ihre Vorstellungen aus – auch über Europa.

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde das 114. Jahresfest der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal am Sonntag in der Waldkirche eröffnet. Die Predigt hielt der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie. Das diesjährige Motto lautete "Friede sei mit dir". Dies traf die Stimmung der Besucher, die ein Sommerfest mit buntem Familienprogramm erlebten.

Im Festsaal Alt Lobetal folgte die neugierig erwartete Gesprächsrunde über Gott und die Welt zum Thema "30 Jahre Mauerfall" mit Annalena Baerbock, der Bundesvorsitzenden der Grünen, dem Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und Moderator Martin Wulff, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Als die Mauer 1989 fiel, war Annalena Baerbock acht Jahre alt. "Es waren mutige Menschen, die damals auf die Straße gingen, die alles riskierten für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte", so die Grünen-Politikerin, die seit 2013 Mitglied des Bundestages ist und sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe engagiert. "Ich bin deshalb in die Politik gegangen, um diesen Gedanken auch weiterhin zu verteidigen."

Holger Kelch, der damals gerade seinen aktiven Wehrdienst in Leipzig absolvierte, hatte in der Nikolaikirche erstmals die Opposition in der DDR gespürt. "Wir müssen heute wieder mehr auf die Bürger zugehen, das Gespräch suchen, um auch künftig in Freiheit, Wohlstand und besseren klimatischen Bedingungen leben zu können", so der Oberbürgermeister. Auf die Frage nach den Wünschen für die Zukunft Europas erinnerte Annalena Baerbock daran, dass der europäische Weg, den die BRD gegangen sei, auch immer das Versprechen "Nie wieder Krieg" umfasste. Sie denke auch an die Worte von Altkanzler Kohl: "Im Zweifel immer auf der Seite der kleineren Länder stehen zu müssen, auch der Länder in Osteuropa." Denn nur wenn in Europa Friede bleibe, gebe es auch Frieden in Deutschland. Dies sei der Auftrag für die nächsten Jahrzehnte.

Persönliche Anwort

Persönlich befragt, betonte Annalena Baerbock, dass ihre Kinder "das Größte für mich sind. Zu dieser Meinung stehe ich und werde auch andere Frauen und Mütter darin immer bestärken."

Dass Europa viel mehr sei, als der Fortfall von Grenzkontrollen zwischen den Staaten", betonte Holger Kelch. Doch sei noch viel an Bildungsarbeit zu leisten. Es seien nicht nur 30 Jahre seit dem Mauerfall vergangen, sondern auch 70 Jahre Frieden, was keine Selbstverständlichkeit in der Welt von heute sei.

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Bundesvorsitzende Annalena Baerbock Gedanke Martin Wulff Waldkirche

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