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Das Gesundheitsamt des Landkreises Barnim führt wieder regelmäßig Kontrollen an 19 Badestellen durch.

Badeseen
Wasserqualität ist top

Erholung pur: Im Strandbad Wukensee in Biesenthal tummelten sich am Montagnachmittag zahlreiche Gäste und freuten sich über eine nasse Abkühlung.
Erholung pur: Im Strandbad Wukensee in Biesenthal tummelten sich am Montagnachmittag zahlreiche Gäste und freuten sich über eine nasse Abkühlung. © Foto: Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 18.06.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 18.06.2019, 09:14
Bernau (MOZ) Nur ein paar Schleierwolken sind  über dem Obersee bei Lanke zu sehen. Die Temperaturen haben am frühen Montagnachmittag bereits die 25-Grad-Marke erreicht – ideales Wetter also, um in die Fluten zu steigen.

"Wir sind öfter hier, weil uns der See einfach gefällt", sagt Nicole Seegebrecht. Mit ihrem Freund Daniel ist sie aus Berlin in den Barnim gekommen. "Die Erreichbarkeit ist einfach hervorragend". Auch die Qualität des Wassers spreche für sich, so die Weißenseeerin.

Das bestätigt auch die Kreisverwaltung Barnim, für die schon am 15. Mai die diesjährige Badesaison begonnen hat. "Wir werden auch in diesem Sommer regelmäßig Überprüfungen an den Badestellen durchführen", sagte Sprecher Oliver Köhler. Die Ergebnisse sollen wieder, wie in den Vorjahren, vom Gesundheitsamt ins Internet gestellt werden.

Blaualgen im Krummen See

An insgesamt 19 Orten nimmt Mitarbeiterin Cornelia Pezenburg einmal monatlich die Proben. Diese werden dann im Labor mikrobiologisch auf mögliche Verunreinigungen untersucht. Im Fokus sind beispielsweise der Bernsteinsee bei Ruhlsdorf, der Obersee in Lanke, der Üdersee, der Große Wukensee sowie der Werbellinsee. Die gute Nachricht: Das Wasser ist mikrobiologisch nicht zu beanstanden.

Allerdings wird bei den Kontrollen auch nach Blaualgen Ausschau gehalten. Massive Vorkommen entdeckte man dabei im Krummen See in Friedrichswalde im nördlichen Barnim. "Wir raten dort dringend vom Baden ab", so der Kreissprecher.

Da bestimmte Blaualgen-Cyanobakterien giftig sind, Massenentwicklungen innerhalb kurzer Zeit  auftreten sowie zu einem gesundheitlichen Risiko werden können, gibt das Gesundheitsamt einige Tipps. Die typischen Anzeichen sind eine blau-grünliche Färbung des Wassers und eine Schlierenbildung an der Oberfläche. Ein direkter Kontakt mit belastetem Wasser kann Haut- und Schleimhautreizungen, allergische Reaktionen sowie Ohrenschmerzen hervorrufen.

Es sollte daher vermieden werden, Wasser zu schlucken. "Generell warnen wir auch davor, sich in Bereichen mit sichtbaren Schlieren aufzuhalten", betont Köhler. Nach dem Baden ist zudem ein gründliches Duschen angeraten, die Kleidung sollte gewechselt werden.

Aktuelle Beprobungsergebnisse sind unter www.barnim.de zu finden.

Was sind Cyanobakterien?

Auf der Erdegibt es mehrere Tausend verschiedene Arten von "Blaualgen", aber nur etwa 40 Arten produzieren auch Gifte. Der Name ist dabei eigentlich verwirrend, in Wirklichkeit handelt es sich nämlich um Bakterien. Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet Cyanobakterien. Die von den "Blaualgen" produzierten Toxine sind in geringer Konzentration für gesunde Menschen ungefährlich.⇥au

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