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Das Orchester des Paulus-Preatorius-Gymnasiums und Barnimer "Landmusiker" begrüßen in Weesow den Sommer – zusammen mit rund 450 Besuchern.

Konzert
Fête de la Musique rockt Weesow

Kerstin Ewald / 24.06.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 24.06.2019, 10:42
Weesow (MOZ) Eigentlich sollen die Leute den Sonnenuntergang genießen und dabei die Gegend betrachten", meint Sebastian Gellert.

Die Musik begleitet sie nur. Der Weesower hat mit vielen Unterstützern nun zum zweiten Mal eine lokale Variante der internationalen Fête de la Musique organisiert. In Berlin wird sie seit 1995 gefeiert – immer in der Mitsommernacht, immer draußen, immer ohne Eintritt. Die Idee kommt aus Frankreich.

Zwischen neun und zehn Uhr abends geht die Sonne auch über dem Dorf Weesow unter – umspielt von eigentümlichen Farben. Dass sie heute die wichtigste Protagonistin ist, sagt auch der Titel der auf der Einladung steht: "Soundtrack to sunset". Dies nahmen die 38 Orchestermusiker des Paulus-Praetorius-Gymnasiums wörtlich und sendeten teils sphärische, teils bombastische Filmmusiken in den Abendhimmel. Die Symphonien stammen aus den Streifen "Avatar", "Archangel", oder "Games of Thrones". Mit Körpereinsatz schickt Orchesterleiter André Krohs die jungen Leute mit erfrischendem Tempo durch die Partituren. Musiklehrer Krohs war es auch, der in den Jahren zuvor das Schulorchester zu einer bei Schülern angesagten Freizeitbeschäftigung machte. Um die gefälligen, aber musikalisch recht anspruchsvollen, Filmmusiken, schwerelos präsentieren zu können, hängten sich die Jugendlichen richtig rein. "Wir proben in zwei Gruppen", erzählte Querflötistin Luise nach dem Konzert. "André Krohs hat unser Orchester fast zur doppelten Größe aufgebaut, denn er kann gut motivieren", so die Schülerin.

Die Fête de la Musique gab es auch in Weesow! Zu einem launigen Abend bei Musik, Geschichten und Gesang luden das Orchester des Paulus-Praetorius-Gymnasiums und andere Musiker am Freitag ein. Es war auch die kürzeste Nacht des Jahres.
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Fête de la Musique mit dem Orchester des Paulus-Praetorius-Gymnasiums in Weesow

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Die Konzertbesucher, die gemütlich auf  Decken in der Wiese lagern, sind begeistert. Als die Musiker die Metallica-Ballade "Nothing else matters" spielen, rockt die volle Stimme der Solistin Selina Grybowski vom Praetorius. Auf einer zweiten Bühne spielen die Musiker um Sänger Sebastian Gellert Rock, Folk und Liedermachersound – selbstgebastelt und sorgfältig arrangiert: Matthes (Synthesizer), Oli Czolbe  (Schlagzeug), Knut Stiller (Mandoline, Gitarre, Banjo), Jens Peter Kruse (Kontrabass), Olaf Schiek (Gitarre, Banjo). Die Stimme von Gellert überrascht mit einer Bandbreite von Tom Waits bis zu Sven Regener von "Element of Crime".

"Ich bin Jutta, ich bin aus Werneuchen und das ist das Beste, was ich in der letzten Zeit gehört habe", sagte eine Frau zu Sebastian Gellert. Zum Dank umarmte sie den freudestrahlenden Freizeitmusiker noch, bevor sie sich mit ihrem Begleiter auf den Heimweg machte.

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Landmusiker Selina Grybowski vom Praetorius Orchester Gellert Rock Sonnenuntergang

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